Letztes Update am Do, 10.12.2015 17:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Russische Extremismus-Vorwürfe gegen Chodorkowski



Moskau (APA/dpa) - Nach Mordvorwürfen gegen den Regimekritiker Michail Chodorkowski prüft die russische Justiz jetzt auch Ermittlungen wegen angeblich extremistischer Äußerungen. Der frühere Besitzer des Ölkonzerns Yukos habe öffentlich zu einer Revolution in Russland aufgerufen, sagte eine Vertreterin der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau am Donnerstag.

Bei einer Pressekonferenz am Vortag habe er Parlament und Präsident als illegitim bezeichnet.

Nach zehn Jahren Haft war der ehemalige Großunternehmer Ende 2013 begnadigt worden und aus Russland ausgereist. Die russische Justiz hat Chodorkowski für Freitag vorgeladen, weil sie ihn nun als Auftraggeber des Mordes am Bürgermeister der sibirischen Ölstadt Neftejugansk, Wladimir Petuchow, 1998 verdächtigt. Dort hat Yukos früher seinen Hauptsitz. Chodorkowski sagte in London, dass er der Vorladung nicht folgen werde.




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