Letztes Update am Do, 10.12.2015 18:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen ohne gemeinsame Richtung



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Börsen haben am Donnerstag ohne gemeinsame Richtung geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 schloss um 0,22 Prozent (oder 7,24 Punkte) tiefer bei 3.269,97 Punkten.

Der Handelstag verlief impulslos und ohne klare Richtung, der Euro-Stoxx-50 änderte im Verlauf mehrmals das Vorzeichen. Die stark schwankenden Rohstoffpreise blieben dabei im Fokus der Anleger, vor allem der zuletzt stark gesunkene Ölpreis sorge für Nervosität hieß es. Auch die Vorgaben von den Leitbörsen in Asien waren negativ, die US-Börsen verzeichneten zum Handelsschluss in Europa Gewinne.

Im Fokus steht zudem die Zinssitzung der US-Notenbank Fed nächste Woche. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die US-Notenbank (Fed) am kommenden Mittwoch erstmals seit der Finanzkrise die Zinsen anheben wird. Ein solcher Schritt würde die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren schmälern.

Die britische Notenbank hält unterdessen an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Die Bank of England ließ den Leitzins am Donnerstag auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Auf diesem Niveau liegt er bereits seit sechseinhalb Jahren. Die Schweizerische Nationalbank hielt unterdessen am eingeschlagenen geldpolitischen Kurs fest und setzt zur Schwächung des Frankens weiterhin auf Negativzinsen und Devisenmarktinterventionen. Das Zielband für den Referenzzins Drei-Monats-Libor beließen die Währungshüter am Donnerstag bei minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent.

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Volkswagen gewannen 1,14 Prozent. Erstmals seit Bekanntwerden der Abgas-Affäre hat sich Volkswagen öffentlich zum Stand der Aufklärung geäußert - und wenig Neues verkündet. Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch bekräftigte, dass eine „überschaubare Gruppe“ von Mitarbeitern für die Manipulationen verantwortlich sei. Konzern-Chef Matthias Müller versprach, die Krise als „Katalysator für Wandel“ zu nutzen, den der Autobauer brauche.

Unter den schwächsten Werten im Euro-Stoxx-50 waren Inditex mit minus 1,35 Prozent. Der Zara-Mutterkonzern verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2015 ein Gewinnplus. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,02 Mrd. Euro und damit ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Das entsprach den Analystenerwartungen.

In Zürich standen die Aktien des steirischen Halbleiterkonzerns ams mit einem satten Minus von rund 20 Prozent im Blickpunkt. Laut dem Schweizer Medium „Finanz & Wirtschaft“ soll das Unternehmen wichtige Aufträge für iPhone und iPad verloren haben. In einer ersten Reaktion zeigte sich ams von den Spekulationen überrascht.

Syngenta gewannen unterdessen 3,47 Prozent. Der chinesische Chemiekonzern ChemChina zeigt offenbar nach wie vor großes Interesse an einer Übernahme des Agrochemiekonzerns Syngenta. Wie am Mittwoch aus einem Bericht des Nachrichtenportals Benzinga hervorging, sind die Chinesen angeblich bereit, für Syngenta einen Preis von 44 Mrd. Schweizer Franken zu bezahlen. In früheren Medienberichten war die Rede von einem Angebot in der Höhe von knapp 42 Mrd. gewesen.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.387,75 14,35 0,60 2.373,40 Frankfurt DAX 10.598,93 6,44 0,06 10.592,49 London FT-SE-100 6.088,05 -38,63 -0,63 6.126,68 Paris CAC-40 4.635,06 -2,39 -0,05 4.637,45 Zürich SPI 8.889,25 0,67 0,01 8.888,58 Mailand FTSEMIB 21.409,63 -91,25 -0,42 21.500,88 Madrid IBEX-35 9.778,70 -56,80 -0,58 9.835,50 Amsterdam AEX 437,84 -3,01 -0,68 440,85 Brüssel BEL-20 3.577,98 -7,41 -0,21 3.585,39 Stockholm SX Gesamt 1.433,41 -7,53 -0,52 1.440,94 Europa Euro-Stoxx-5 3.269,97 -7,24 -0,22 3.277,21

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Euro-Stoxx 343,94 -0,68 -0,20 344,62 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA571 2015-12-10/18:17




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