Letztes Update am Do, 10.12.2015 18:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat am Donnerstag im gesamten Handelsverlauf keine klare Richtung eingeschlagen. Das deutsche Börsenbarometer pendelte zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten und ging schließlich mit plus 0,06 Prozent bei 10.598,93 Punkten fast unverändert aus dem Tag.

„Die starke Erholung des Euro in den letzten Tagen, die permanent unter Druck stehenden Rohölpreise und die Unsicherheit bis zur Zinsentscheidung in den USA haben auf die Stimmung gedrückt“, sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank. Letztlich halfen daher auch die positiven Impulse von den US-Börsen am Nachmittag nicht.

Der MDAX der mittelgroßen Konzerne sank um 0,19 Prozent auf 20.669,81 Punkte und der Technologie-Index TecDAX büßte belastet von den Aixtron-Aktien 1,75 Prozent auf 1.799,64 Punkte ein.

Im DAX bauten die Lufthansa-Aktien ihre Gewinne im Handelsverlauf kontinuierlich aus und legten schließlich als einer der DAX-Favoriten um 1,00 Prozent zu. Die sich wegen des billigen Kerosins verbessernden Aussichten für die Luftfahrtbranche gaben Auftrieb. Fluggesellschaften, so teilte der Weltluftfahrtverband IATA mit, könnten in diesem und im nächsten Jahr mit so viel Gewinn rechnen wie noch nie.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen schafften nach zeitweiliger Schwäche den Weg zurück in die Gewinnzone. Mit plus 1,14 Prozent bauten sie an der DAX-Spitze ihr Vortagesplus von etwas mehr als 6 Prozent weiter aus. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Falschangaben zu den CO2-Werten bei VW deutlich weniger Autos betreffen als zuvor angenommen.

Im TecDAX hingegen schickten die Anleger die Papiere des Spezialmaschinenbauers Aixtron auf steile Talfahrt. Der Kurs brach um 41,13 Prozent ein. Der Großkunde San‘an aus China hatte einen Großauftrag kräftig zusammengstrichen. Laut Analyst Uwe Schupp von der Deutschen Bank zieht das eine bedeutende Gewinnwarnung für das nächste Jahr nach sich. Zahlreiche Analysten reagierten mit Verkaufsempfehlungen für die Papiere.

Im SDAX rutschten die Aktien der Hornbach Holding am Indexende um 17,53 Prozent ab. Die Papiere der ebenfalls börsennotierten Tochter Hornbach Baumarkt AG verloren 12,20 Prozent. Angesichts von Kostensteigerungen und niedrigeren Handelsspannen bei den Baumärkten in Deutschland droht ein Ergebnisrückgang im laufenden Geschäftsjahr.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA583 2015-12-10/18:34




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