Letztes Update am Do, 10.12.2015 21:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA: IS erbeutete Millionen in syrischen und irakischen Banken



Washington (APA/Reuters) - Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Einschätzung der US-Regierung bis zu eine Milliarde Dollar (910 Mio. Euro) von Banken im Irak und in Syrien erbeutet. Der IS habe die Tresore von Geldhäusern in ihrem Einflussgebiet geplündert, sagte der für den Kampf gegen Terrorfinanzierung zuständige Staatssekretär im US-Finanzministerium, Adam Szubin, am Donnerstag in London.

Die Beute aus diesen Diebstählen belaufe sich auf 500 Millionen bis zu einer Milliarde Dollar. Darüber hinaus habe die Miliz der Bevölkerung unter ihrer Herrschaft oft mit brutalen Mitteln weitere Millionen abgepresst. Der IS kontrolliert weite Teile Syriens und des Irak.

Der Schwarzmarkt-Verkauf von Öl brachte dem IS noch einmal mehr als 500 Millionen Dollar ein, sagte Szubin. Der Rohstoff werde in großer Menge an die Regierung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad verkauft. Ein Teil gelange auch über die Grenze in die Türkei. Der Ölhandel des IS habe ein Volumen von bis zu 40 Millionen Dollar monatlich.

Der IS ist in dem seit Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien zu einem der mächtigsten Gegner Assads geworden. Die USA und ihre Verbündeten nehmen bei ihren Luftangriffen auf den IS auch Öl-Anlagen im Gebiet der Extremisten ins Visier. Zudem war die finanzielle Austrocknung der radikalen Islamisten auch ein Thema des jüngsten G-20-Gipfel in der Türkei. In der EU hatten zudem unlängst Deutschland und Frankreich auf schnellere Fortschritte im Kampf gegen die Terrorfinanzierung gedrungen.




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