Letztes Update am Fr, 11.12.2015 07:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Das bringt 2016 - Teilpension als erweiterte Altersteilzeit kommt



Wien (APA) - Während die Politik bis 29. Februar eine Entscheidung über eine etwaige neue Pensionsreform treffen will, wird mit 1. Jänner mit der Teilpension schon ein neuer Pensionstyp eingeführt. Sie ist als Erweiterung der bereits bekannten Altersteilzeit zu verstehen. Angetreten werden kann sie mit 62, womit sie für Frauen derzeit nicht relevant ist, da deren gesetzliches Antrittsalter noch bei 60 liegt.

Die Arbeitszeit kann bei der Teilpension zwischen 40 und 60 Prozent reduziert werden, für Gehaltseinbußen ist ein 50-prozentiger Lohnausgleich vorgesehen. Obere Grenze für diesen ist die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage (4.860 Euro ab 1. Jänner). Dem Arbeitgeber werden sowohl der Lohnausgleich als auch die Kosten für die Weiterzahlung der vollen Sozialversicherungsbeiträge zur Gänze ersetzt. Das ist auch ein wesentlicher Unterschied zur Altersteilzeit, wo dem Arbeitgeber nur die Hälfte ersetzt wird. Außerdem ist bei der Teilpension im Gegensatz zur Altersteilzeit keine Blockzeitvariante möglich. Die Teilpension kann auch nahtlos an eine Altersteilzeit-Vereinbarung anschließen, allerdings nur dann, wenn eine kontinuierliche Arbeitszeitreduktion und nicht die Blockvariante gewählt wurde. Gemeinsame Höchstdauer für Altersteilzeit und Teilpension sind fünf Jahre.

Für Frauen wird klargestellt, dass auch bei Vorliegen von weniger als 15 Beitragsjahren pro Kind vier Jahre für die Pension angerechnet werden. Hat eine Frau beispielsweise elf Jahre Pflichtversicherungszeiten aufgrund einer Erwerbstätigkeit (wovon 7 Jahre ab 2005 vorliegen müssen), dann hat sie mit zusätzlich vier Jahren Kindererziehungszeiten die Wartezeit erfüllt und Anspruch auf eine eigene Pension.

Erhöht werden die Pensionen mit 1. Jänner um 1,2 Prozent. Den Pensionisten wird damit die Inflation abgegolten. Die Ausgleichszulagen für Mindestpensionisten steigen um gut zehn Euro auf 882,78 Euro für Alleinstehende und auf 1.323,58 Euro für Ehepaare. Pro Kind erhöhen sich die Werte um 136,21 Euro.

Die Geringfügigkeitsgrenze wird um knapp 10 Euro auf 415,72 Euro monatlich angehoben. Für Frühpensionisten bedeutet dies, dass sie bis zu diesem Betrag dazuverdienen dürfen, ohne den Ruhensbezug zu verlieren.




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