Letztes Update am Fr, 11.12.2015 07:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Das bringt 2016 - Mehr Klarheit für Beschäftigte mit All-in Verträgen



Wien (APA) - Für die Beschäftigten ändert sich 2016 das Arbeitsrecht in einigen Teilbereichen: Bei den immer häufiger werdenden All-in-Verträgen gibt es mehr Transparenz, weil der Grundlohn ausgewiesen werden muss. Flexiblere Arbeitszeitregelungen kommen bei Dienstreisen und in der Tourismusbranche

Bei All-In-Verträgen muss künftig der Grundlohn (ohne Überstunden) am Dienstzettel angegeben werden, was mehr Transparenz bei der Entlohnung bringen soll. Konkurrenzklauseln sind außerdem nur noch dann zulässig, wenn das Monatsentgelt zumindest 3.100 Euro beträgt, statt wie bisher 2.635 Euro.

Auch bei der Rückforderung von Ausbildungskosten durch den Arbeitgeber kommt es zu Einschränkungen: Die Rückforderungsfrist wird von fünf auf vier Jahre verkürzt, zudem muss der zurückzuzahlende Betrag künftig nach Monaten aliquotiert werden.

Länger wird in einigen Bereichen die Arbeitszeit: Die tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden darf künftig bei Montagearbeit um bis zu zwei Stunden überschritten werden, wenn es sich dabei um eine aktive Reisezeit handelt. Bei Lehrlingen über 16 Jahren beträgt die Arbeitszeit plus Reisezeit bis zu zehn Stunden täglich.

Kürzer wird dafür im Tourismus die Ruhezeit für die Beschäftigten: Im Hotellerie- und Gastgewerbe kann die tägliche Ruhezeit während der Saison auf mindestens acht Stunden verkürzt werden.




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