Letztes Update am Fr, 11.12.2015 07:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Das bringt 2016 - Basiskonto für Arme kommt im Herbst



Wien (APA) - Ein „Basiskonto“ soll künftig auch sozial und wirtschaftlich Benachteiligten ermöglichen, am Zahlungsverkehr teilzunehmen. Ab September 2016 soll jeder einen Rechtsanspruch darauf haben. Derzeit gibt es rund 150.000 Personen in Österreich, die kein Konto haben. Künftig sollen die Banken niemandem ein Basiskonto verwehren können. Österreich setzt damit eine Vorgabe der EU um.

Das neue Basiskonto soll alle Funktionen eines Zahlungskontos bieten, wie Überweisungen für Miete, Strom, Wasser, Telefon, Empfang von Zahlungen und auch mit einer Bankomatkarte verbunden sein. Lediglich einen Überziehungsrahmen wird es nicht geben. Derzeit ist das Gesetzesvorhaben allerdings noch nicht beschlossen, der Entwurf befindet sich gerade in Begutachtung.

Durch ein Basiskonto haben in Zukunft beispielsweise auch Asylwerber, Obdachlose, verschuldete Personen oder Verbraucher aus anderen Mitgliedstaaten der EU, die in Österreich keinen Wohnsitz oder Arbeitsplatz haben, einen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto. Die Banken haben diesen Menschen bisher oft ein Konto entweder ganz verwehrt oder nur zu höheren Kosten eingeräumt. Dadurch konnten die Betroffenen nur sehr eingeschränkt am sozialen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen.

Die Kosten für das Basiskonto sind mit maximal 80 Euro pro Jahr gedeckelt. Wenn die Bank für die normalen Zahlungskonten günstigere Bedingungen anbietet, werden die günstigsten Kosten verrechnet. Für besonders sozial oder wirtschaftlich schutzbedürftige Verbraucher, etwa Mindestpensionisten und Mindestsicherungsbezieher sowie Asylwerber soll das Basiskonto maximal 40 Euro kosten.

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