Letztes Update am Fr, 11.12.2015 07:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Das bringt 2016 - Neue STEOP und Entscheidung über Medizin-Quote



Wien (APA) - Das Jahr 2016 bringt für Studenten ab dem Herbst Änderungen bei der Studieneingangsphase (STEOP). Sie wird auf mehr Studien ausgeweitet und erhält einen Mindestumfang sowie eine Höchstgrenze. Außerdem läuft im kommenden Jahr das EU-Moratorium zur Quotenregelung an den Medizin-Unis aus, die Österreichern 75 Prozent der Studienplätze garantiert.

Die STEOP wird auf alle wissenschaftlichen Universitäten sowie gemeinsam von Kunst- und wissenschaftlichen Unis angebotene Studien ausgeweitet. Ausnahmen sind durch Verordnungen der jeweiligen Rektorate nur für Medizin, Veterinärmedizin und Psychologie möglich.

Inhalt der STEOP ist ein Überblick über Inhalt und Ausrichtung des jeweiligen Studiums. Nur wer alle Prüfungen der Eingangsphase besteht, darf weiterstudieren. Bisher war der Umfang der STEOP aber nicht geregelt - künftig gibt es einen Mindestumfang von acht und eine Höchstgrenze von 20 ECTS-Punkten für die im ersten Semester stattfindende Eingangsphase (30 ECTS entspricht etwa dem vorgesehenen Lernaufwand eines Semesters, Anm.). Erleichterung für Studenten: Prüfungen in der STEOP dürfen künftig dreimal (bisher: zweimal) wiederholt werden.

Mit Ende des kommenden Jahres auslaufen wird das Moratorium der EU-Kommission für das Verfahren gegen Österreich in Sachen Medizin-Quotenregelung: Seit 2006/07 sind in Human- und Zahnmedizin 75 Prozent der Studienplätze für Inhaber österreichischer Reifezeugnisse reserviert, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Nicht-EU-Bürger. Österreich muss nachweisen, dass durch das Wegfallen der Quote eine Gefährdung des Gesundheitssystems wegen Ärztemangels droht.

Weitere Änderungen: Auch Studienwerber erhalten Einsicht in ihre Aufnahmsprüfungen - bisher war dies Studenten vorbehalten. Eine Neuerung gibt es an Kunstuniversitäten: Diese dürfen ein „künstlerisches Doktoratsstudium“ anbieten.

Ab Oktober 2016 tritt außerdem ein neues Karrieremodell für Jungwissenschafter in Kraft: Dozenten, Assistenz- und assoziierte Professoren können im Rahmen eines gegenüber einer „normalen“ Berufung vereinfachten Verfahrens in die Professorenkurie übergeleitet werden.




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