Letztes Update am Fr, 11.12.2015 07:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Das bringt 2016 - Neue Oberhäupter für Katholiken, Juden und Muslime



Wien (APA) - Neue Oberhäupter werden im Kommenden Jahr in allen großen Religionsgemeinschaften in Österreich erwartet. So ist der Bischofssitz in der römisch-katholischen Diözese Innsbruck vakant. In der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) stehen Wahlen an. Und auch ein Nachfolger für den Wiener Oberrabbiner wird von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) gesucht.

Den leer stehenden Bischofssitz hat die Diözese Innsbruck der Entscheidung des Vatikans zu verdanken, den im Land beliebten Manfred Scheuer nach Linz zu berufen. Bereits Mitte Jänner soll dieser in die oberösterreichische Diözese wechseln. In Tirol wird dann höchstwahrscheinlich ein Diözesanadministrator mit der Führung betraut. Sämtliche anderen Bischöfe sitzen im kommenden Jahr fest im Sattel, in St. Pölten wurde gerade erst Klaus Küng für zwei weitere Jahre verlängert.

Das neue Islamgesetz hat zur Folge, dass - aufgrund einer verpflichtenden Verfassungsänderung - in der Islamischen Glaubensgemeinschaft erst im kommenden Jahr anstatt wie zuerst geplant 2015 gewählt wird. Geschehen dürfte dies im Oktober 2016, voraussichtlich aber nicht mehr per Mitglieder-Votum. Dann wird sich entscheiden, ob Präsident Fuat Sanac noch eine Periode als oberster Muslim agieren wird - sollte dieser überhaupt antreten.

Auch Wiens Juden sollen ein neues geistliches Oberhaupt bekommen. Paul Chaim Eisenberg kündigte anlässlich seines 65. Geburtstags seinen Rückzug als Wiener Oberrabbiner an. Die Funktion als Oberrabbiner von Österreich will er aber weiter wahrnehmen. Sein Posten ist nun ausgeschrieben, Eisenbergs Nachfolger soll bereits mit Beginn 2016 sein Amt antreten.

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Ein Nachfolger wird auch für Paul Weiland, den im Alter von 65 Jahren verstorbenen niederösterreichischen Superintendenten der Evangelischen Kirche A. B., gesucht. Gewählt werden soll in der zweiten Jännerhälfte.




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