Letztes Update am Fr, 11.12.2015 08:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski-Industrie rechnet nach Absatzminus zuletzt nun wieder mit Plus



Wien (APA) - In der Wintersaison 2014/15 sind von der Skiindustrie 326.000 Paar Alpinski an den Sportfachhandel verkauft worden. Damit blieb Österreich der wichtigste Absatzmarkt Europas, auch wenn sich der Absatz mit Ausreißer nach oben 2013/14 über die vergangenen Jahre rückläufig entwickelt hatte. 2010/11 waren noch knapp 390.000 Paar Ski unter die Händler gebracht worden. Heuer rechnet man mit einem Absatzplus.

Der Absatzrückgang an den Handel ist aus Sicht der Erzeuger hauptsächlich auf eine Neuordnung im österreichischen Sportfachhandel zurückzuführen, wie es vom Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ) gegenüber der APA hieß. Der Rückgang ist demnach dem Marktausscheiden von Sport Eybl geschuldet. Der neue Player Sports Direct habe der Industrie weniger abgenommen - da er vorrangig mit Ski-Restbeständen der übernommenen Sports Experts- und Sport Eybl-Filialen gehandelt habe.

„Der österreichische Sport-Fachhandel hat sich neu strukturiert, diese Marktkonsolidierung ist nun abgeschlossen“, so VSSÖ-Präsident Gernot Kellermayr. „Für die anstehende Saison wird sich der Markt erholen und deutlich positiv entwickeln. „Wir gehen derzeit von Absatz-Zuwächsen in der heimischen Ski-Industrie von zehn Prozent und mehr für die kommende Saison aus.“

Indes setzt sich der Trend Richtung „Verleih-Ski“ fort, so der Verband. Verliehen bzw. geliehen werden praktisch immer die neuesten Modelle, die man noch dazu serviciert bekommt und nicht an den Urlaubsort zu transportieren braucht.

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Als Trends 2016 nennt Kellermayr weiterhin vor allem Komfort und Sicherheit. „Neuartige Konstruktionen und der Einsatz innovativer Materialien sorgen für mehr Fahrspaß bei gleichzeitig geringerem Gewicht. So wird ein noch breiteres Zielpublikum angesprochen.“ Beim Alpin-Ski gehe es besonders ums Feintuning und Spezialisierungen. Auch die sogenannte Rocker-Technologie wurde weiterentwickelt und die Ski-Mode entwickle sich hinsichtlich Funktion und Optik weiter - samt Erweiterung des Einsatzgebietes für weitere sportliche Outdooraktivitäten.

Dass sich Skitouren-Gehen von einer Nische zur eigenen Sportart entwickelt hat, zeigt auch der Absatz in der vergangenen Saison von 55.000 Paar. „Das ungebrochene Wachstum im Skitourenbereich ist sehr erfreulich“, so Kellermayr. „Zusätzlich zum Freetouring Trend entwickelt sich das Skitouren-Gehen immer mehr zum Alttagsport.“ Sicherheit, hohe Qualität und Service seien für dieses Segment besonders wichtig.




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