Letztes Update am Fr, 11.12.2015 09:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aufholprozess kommt in Ostdeutschland nicht voran - Studie



Erfurt (APA/dpa) - Der wirtschaftliche Aufholprozess zwischen Ost- und Westdeutschland kommt laut einem Gutachten des Dresdner ifo Instituts nicht voran. Dieser Prozess sei in den letzten Jahren „nahezu vollständig zum Erliegen gekommen“, zitiert die „Thüringer Allgemeine“ (Freitag) aus der noch unveröffentlichten Studie, die im Auftrag der Landesregierungen von Thüringen und Sachsen erstellt wurde.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) je Einwohner im Osten betrage 71 Prozent des deutschen beziehungsweise 67 Prozent des westdeutschen Durchschnitts. Die Kommunen lägen noch deutlich darunter.

Die Wissenschafter verweisen dem Zeitungsbericht zufolge auf die Kleinteiligkeit ostdeutscher Betriebe, das Fehlen von Großunternehmen und eine unterdurchschnittliche Innovationskraft. Hauptgründe seien die „ungleichen Ausgangsbedingen nach dem Zweiten Weltkrieg und der Wiedervereinigung“. Hinzu komme der drastische Bevölkerungsrückgang, der die neuen Länder besonders stark treffe. Die Hilfsleistungen des Bundes müssten deshalb aus Sicht der Dresdner Wissenschafter fortgesetzt werden.

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