Letztes Update am Fr, 11.12.2015 10:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Börse Frankfurt im Eröffnungshandel schwächer



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt ist es am Freitag wieder abwärts gegangen. Der DAX verlor im frühen Handel 0,40 Prozent auf 10.557,50 Punkte und liegt damit auf Wochensicht rund 1,5 Prozent im Minus. Im Blick standen bei den Marktteilnehmern vor allem der extrem schwache Ölpreis und der wieder steigende Eurokurs. Kaum Beachtung fanden dagegen laut Analyst Dirk Gojny von der National-Bank in Essen die leicht gestiegenen Preisdaten aus Deutschland, da sie vom November seien.

Der MDAX der mittelgroßen Aktienwerte verlor 0,81 Prozent auf 20.501,96 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDAX sank um 0,63 Prozent auf 1.788,22 Punkte.

Der Euro wurde wieder etwas höher gehandelt bei 1,0964 US-Dollar. Eine starke Gemeinschaftswährung erschwert deutschen Firmen den Export von Gütern außerhalb der Eurozone und drückt auf die Gewinne. Der schwache Ölpreis wird inzwischen als Indiz für weltweite Konjunktursorgen gesehen.

„Am Nachmittag dürften vor allem die Konjunkturdaten aus den USA im Fokus stehen“, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Die in der kommenden Woche anstehende US-Notenbanksitzung samt Leitzinsentscheidung werfe ihre Schatten voraus. Er rechnete allerdings damit, dass sich die Teilnehmer an den Finanzmärkten zurückhalten werden.

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So seien die US-Einzelhandelsdaten für November von großem Interesse, da sowohl der „Black Friday“, als auch der „Cyber Monday“ im abgelaufenen Monat gelegen hätten, so Gojny. „Die US-Amerikaner sollte schon allein aufgrund der guten Beschäftigungssituation in Kauflaune gewesen sein“, erwartete er und hält hier und auch beim ebenfalls zur Veröffentlichung anstehenden Verbrauchervertrauen der Universität Michigan „positive Überraschungen“ für möglich. „Die US-Erzeugerpreise werden dagegen das bekannte Bild zeigen. Selbst die Kernrate auf Jahresbasis dürfte nahe der Null ausfallen.“

Unter den Einzelwerten am Markt zogen insbesondere die Papiere des Kupferherstellers Aurubis die Aufmerksamkeit auf sich. Zwar erwirtschaftete Europas größte Kupferhütte trotz des deutlichen Kupferpreisverfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis, blieb damit aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Ebensowenig kam es gut an, dass die Dividende „nur um 35 Cent“ auf 1,35 Euro angehoben werden soll. Die Aurubis-Aktien brachen am MDAX-Ende rund 10 Prozent ein. Die Anteilsscheine des Stahlkonzerns Salzgitter, der an Aurubis beteiligt ist, wurden mit nach unten gezogen und gaben um rund 3 Prozent nach.

Die Papiere von RWE pendelten unklar zwischen deutlichen Gewinnen und Verlusten und gaben zuletzt um 1,23 Prozent nach. Dem angeschlagenen Energiekonzern winkt einem Pressebericht zufolge eine Kapitalspritze seines neuen Kooperationspartners aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi. Am Freitag will sich Vorstandschef Peter Terium vom Aufsichtsrat die geplante neue Konzernstruktur absegnen lassen.

Im TecDAX büßten die Anteilsscheine von DialogSemiconductor fast 6 Prozent ein. Händler verwiesen auf einen skeptischen Analystenkommentar: Das für Dialog Semiconductor so wichtige Geschäft mit dem US-Kunden Apple hat sich dem Bankhaus Lampe zufolge zuletzt nochmals deutlich verschlechtert.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA146 2015-12-11/10:15




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