Letztes Update am Fr, 11.12.2015 11:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Syriens Opposition kritisiert ausländische Einflussnahme



Riad (APA/dpa) - Nach der Einigung der zersplitterten syrischen Opposition auf ein gemeinsames Papier für Verhandlungen mit dem Regime regt sich Kritik an der Einmischung ausländischer Staaten. Insbesondere bei der Bildung eines gemeinsamen Hohen Komitees hätten andere Länder Einfluss genommen, sagte Ahmed Ramadan, führendes Mitglied des Oppositionsbündnisses Nationale Syrische Koalition, am Freitag der dpa.

Mehrere Mitglieder des Gremiums seien der Opposition von „Bruderstaaten“ aufgezwungen worden, erklärte er weiter. „Wir sind der Meinung, dass das Komitee hätte gewählt werden sollen.“ Einige sehr wichtige Vertreter der Opposition seien außen vor geblieben. Ramadan nannte keine Staaten. Seine Kritik dürfte sich aber insbesondere gegen Saudi-Arabien richten.

Mehr als 100 Vertreter der Opposition hatten sich bei einer von Saudi-Arabien organisierten Konferenz in Riad auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Zudem wurde ein Hohes Komitee mit 33 Mitgliedern gebildet. Das Gremium soll über eine Delegation der Opposition für Verhandlungen mit dem Regime entscheiden. Die für Jänner in Genf geplanten Friedensgespräche sollen den fast fünfjährigen Bürgerkrieg beenden.




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