Letztes Update am Fr, 11.12.2015 11:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tatverdächtige nach Korneuburger Brandserie festgenommen



Korneuburg (APA) - Die jüngste Brandserie in einem Korneuburger Mehrparteienhaus ist geklärt. Nach Angaben der Landespolizeidirektion NÖ vom Freitag wurde als mutmaßliche Täterin eine 22-jährige Mutter von zwei Kindern festgenommen und in die Justizanstalt eingeliefert. Sie soll vom 30. November bis zum Dienstag dieser Woche sieben Mal Feuer gelegt haben.

Bei der Beschuldigten handelt es sich laut Polizei um eine Bewohnerin des Objektes. Die Frau lebte dort mit ihrem Partner und den beiden Kindern. Die 22-Jährige leugnete zunächst, ehe sie die Brandlegungen zugab. Als Motiv gab die Frau den Ermittlern zufolge an, dass sie sich vernachlässigt gefühlt habe. Durch ihre Taten hätte sie Aufmerksamkeit bekommen und sich dabei Erleichterung verschafft.

Der 22-Jährigen werden einerseits Kellerbrände zur Last gelegt, andererseits soll sie in dem Mehrparteienhauses auch gelagerte Gegenstände angezündet haben. Letztlich wurde das Objekt unbewohnbar, weil am Dienstag Elektroleitungen in einem Installationsschacht in Mitleidenschaft gezogen worden waren, worauf der Strom ausfiel.

Die in den zehn Wohnungen lebenden Menschen mussten umgesiedelt werden. Sie kamen vorübergehend bei Verwandten bzw. in Gasthöfen unter. Verletzt wurde durch die Brandlegungen niemand, berichtete die Polizei.




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