Letztes Update am Fr, 11.12.2015 11:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Jaguar Land Rover fixierte Pläne für Werk in der Slowakei



Bratislava (APA) - Der Luxusautobauer Jaguar Land Rover (JLR) wird sich definitiv in der Slowakei ansiedeln und seine neue Fabrik im westslowakischen Nitra bauen. Das bestätigten Konzernvertreter und die slowakische Regierung nach der Unterschreibung eines Investitionsvertrags am Freitag in Bratislava.

Der zum indischen Konzern Tata Motors gehörende Autohersteller wird in der Slowakei insgesamt 1,5 Mrd. Euro investieren, wodurch bis zu 4.000 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Zusammen mit Zulieferern soll die Investition rund 8.000 neue Jobs bringen.

Baubeginn der neuen Fabrikhallen im Industriepark bei Nitra ist für nächstes Jahr geplant, 2018 sollen die ersten Autos vom Fließband rollen. In der ersten Phase werden 150.000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt, die Produktion soll innerhalb der folgenden zehn Jahre auf 300.000 Autos jährlich ansteigen.

„Es ist ein gewaltiger Erfolg für unser Land, der bestätigt, wir haben ein stabiles und solides Unternehmerumfeld“, erklärte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico. Die Slowakei werde die Investition mit staatlichen Subventionen in Höhe von 130 Mio. Euro unterstützen, unter dem Vorbehalt einer Zustimmung vonseiten der EU, erklärte der Premier.

Der Bau der ersten Fabrik von Jaguar Land Rover auf dem Festland Europas sei ein wichtiger Schritt im Rahmen der globalen Investitionsstrategie des Konzerns nach bedeutenden Investitionen in Großbritannien, Indien und China, meinte JLR-Chef Ralf Speth. Die Slowakei sei sehr gut etabliert als Produktionsstandort der Automobilfertigung und habe weltweit einen sehr guten Namen bei qualitativ hochwertiger Fertigung, betonte er.

JLR siedelt sich als vierter Autobauer in der Slowakei an, nach VW, PSA Peugeot Citroen und Kia. Schon jetzt werden dabei im Land weltweit die meisten Neuwagen pro Kopf gefertigt, die Autobranche beschäftigt rund 80.000 Menschen. Experten in der Slowakei erwarten, dass die neue Investition wesentlich zum weiteren Wirtschaftswachstum des Landes beitragen wird. Bereits in der Bauphase 2016 soll JLR das BIP um 0,3 Prozent erhöhen.




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