Letztes Update am Fr, 11.12.2015 12:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neues Vergaberecht- Bauern für mehr regionale Lebensmittel in Kantine



Wien (APA) - Die Landwirtschaftskammer drängt angesichts der Änderung des Vergaberechts darauf, bei den Beschaffungsplänen des Bundes und der Bundesländer für die Kantinenverpflegung nun vermehrt auf regionale Lebensmittel zu setzen. Der Nationalrat hat am gestrigen Donnerstag die Umstellung des Bundesvergabegesetzes von Billigst- auf das Bestbieterprinzip beschlossen.

In Österreich werden laut Landwirtschaftskammer täglich mehr als 2 Millionen Mahlzeiten in Verwaltungsgebäuden, Schulen, Internaten, Kasernen, Krankenhäusern, Pflege- oder Altersheimen verzehrt. Eier, Milch, Butter, Fleisch, Obst und Gemüse sind vom neuen Bestbieterprinzip für die öffentliche Beschaffung umfasst. „Auf diese Weise können Regionalität, Frische und Nachhaltigkeit beim Lebensmitteleinkauf aktiv gelebt werden“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes am Freitag in einer Aussendung. In weiterer Folge müsste das Bestbieterprinzip für Lebensmittel erweitern werden, beispielsweise um Getreideprodukte oder Käse. Bauernbund-Präsident Jakob Auer zeigte sich erfreut, dass künftig das Bestbieter-Prinzip neben der Bauwirtschaft auch für den Lebensmittelbereich gilt.

Die Bau-Sozialpartner fordern von den Bundesländern, sobald wie möglich grünes Licht für die Novelle des Bundesvergabegesetzes zu geben, damit das neue Vergaberecht mit 1. März 2016 in Kraft treten kann. Auch die Industriellenvereinigung (IV) zeigte sich mit der Gesetzesnovelle zufrieden. „Wir unterstützen einen verstärkten Qualitätswettbewerb im Vergaberecht. Nicht die billigsten, sondern qualifizierte, leistungsfähige und zuverlässige Unternehmen, die zu angemessenen Preisen anbieten, sollen punkten können“, meinte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

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