Letztes Update am Fr, 11.12.2015 12:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Kommission nimmt alle 118 ländlichen Entwicklungsprogramme an



Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat alle 118 Programme für die ländliche Entwicklung für die Periode 2014-2020 angenommen. EU-Agrarkommissar Phil Hogan erklärte am Freitag, die rund 100 Mrd. Euro Hilfe für Investitionen in ländliche Gebiete würden durch nationale Kofinanzierungen von rund 60,6 Mrd. Euro ergänzt. Er sprach von einem Meilenstein für die Landwirte.

Mit den Programmen würden Arbeitsplätze gesichert und das Wachstum erhöht. Immerhin seien im Landwirtschaftsbereich 22 Millionen Menschen in der EU beschäftigt, gemeinsam mit dem Lebensmittelsektor seien es 44 Millionen Arbeitsplätze. Es sei notwendig gewesen, natürliche Ressourcen und klimafreundliche Anreize zu fördern, indem auch in den Energiebereich investiert werde.

Von den insgesamt 99,6 Mrd. Euro seien 16,3 Mrd. klimabasiert zur Verfügung gestellt worden. Damit soll ein geringerer Energieverbrauch, die Verbesserung des Düngemitteleinsatzes und die Verringerung der Treibhausgasemissionen gefördert werden. Außerdem würden 300 Projekte mit Zugang zu Breitband in entlegenen ländlichen Gebiete unterstützt, wobei 19 Millionen Bürger in der EU davon profitieren könnten.

Für 114.000 Landwirte gebe es ein Business-Startup. 300.000 Bauern könnten von einer Verbesserung kurzer Vertriebsketten und lokaler Märkte profitieren, sagte Hogan. Darüber hinaus werde es neue klimafreundliche Ställe für zwei Millionen Kühe und drei Millionen Schweine geben.

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Die Kommission nannte Österreich als positives Beispiel, wo 71 Prozent der Mittel für ein besseres Management der natürlichen Ressourcen aufgebracht würden. Ziel sei es, 83 Prozent des Ackerlandes mit verbesserter Biodiversität und 75 Prozent mit besserer Wasserqualität zu erhalten.

Angesprochen auf die Probleme Polens im Schweinemarkt sagte Hogan, er habe bereits neue Programme der privaten Lagerhaltung angekündigt, mit mehr Beihilfen. Polen werde die Möglichkeit haben, die eingelagerten Produkte vom Markt zu nehmen. Er hoffe, dass die Maßnahme ab 2016 greifen werde.




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