Letztes Update am Fr, 11.12.2015 13:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen im Verlauf deutlich im Minus



Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Freitag ihre anfänglichen Verluste weiter ausgebaut und im Verlauf deutlich im Minus tendiert. Der Euro-Stoxx-50 verlor 43,88 Einheiten oder 1,34 Prozent auf 3.226,09 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.00 Uhr mit 10.418,41 Punkten und minus 180,52 Einheiten oder 1,70 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor 78,82 Zähler oder 1,29 Prozent und steht nun bei 6.009,23 Stellen.

Für Belastung sorgte der extrem schwache Ölpreis, hieß es aus dem Handel. Zwischenzeitlich erreichte der Brent-Ölpreis den tiefsten Stand seit fast sieben Jahren. Die Internationale Energieagentur IEA geht vorerst nicht von einem Abebben der Ölschwemme aus. Das Überangebot am Weltmarkt werde mindestens bis spät ins Jahr 2016 anhalten, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht der IEA. Als Grund wird die kürzlich bestätigte Entschlossenheit des Ölkartells OPEC genannt, die Ölförderung des Kartells zu maximieren. Die hohe OPEC-Produktion ist ein entscheidender Grund für den starken Rückgang der Ölpreise.

Im Fokus stand aber auch weiterhin die Zinssitzung der US-Notenbank Fed nächste Woche. Laut Bloomberg rechnen 76 Prozent der Händler mit einer Zinsanhebung. Am Nachmittag werden daher US-Daten zu Einzelhandelsumsätzen und Erzeugerpreisen im November genau im Auge behalten.

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Bei den Einzelwerten mussten Ölwerte deutliche Verluste hinnehmen. In Oslo verloren Seadrill 5,46 Prozent, Total und Shell verloren 1,86 bzw. 2,87 Prozent.

In Frankfurt stürzten Aurubis rund 19 Prozent ab. Zwar erwirtschaftete Europas größte Kupferhütte trotz des deutlichen Kupferpreisverfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis, rechnet aber im laufenden Geschäftsjahr mit einem dann deutlichen sinkenden Vorsteuerergebnis.

RWE verloren 1,37 Prozent. Der RWE-Aufsichtsrat berät seit Freitagvormittag über die Aufspaltung von Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern. Im Laufe des Tages will das Gremium über die tiefgreifenden Umbaupläne von Vorstandschef Peter Terium entscheiden. Der Manager kann mit breiter Zustimmung rechnen, weil sowohl die Gewerkschaften als auch die mächtigen kommunalen Aktionäre Einverständnis signalisiert haben.

Die Aktien von Eurofins Scientific gaben unterdessen 9,41 Prozent ab. Das Unternehmen verschob einen Aktienverkauf und verwies auf schlechte Marktbedingungen.

Im Euro-Stoxx-50 notierten sämtliche Werte in der Verlustzone. Unter den größten Verlierern waren Schneider Electric und E.On mit minus 2,71 bzw. 2,70 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA306 2015-12-11/13:15




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