Letztes Update am Fr, 11.12.2015 13:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Rentenmarkt tendiert kaum verändert



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der Handel am deutschen Anleihemarkt ist am Freitag wenig lebhaft ausgefallen. Starke Impulse gab es nicht. Gegen Mittag lag der richtungweisende Euro-Bund-Future bei 158,81 Punkten und damit leicht im Plus. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten etwas niedriger mit 0,56 Prozent.

Inflationszahlen aus Deutschland bewegten den Markt nicht. Das Statistische Bundesamt hatte am Morgen eine vorläufige Schätzung bestätigt, wonach der Preisauftrieb im November leicht zugenommen hat. Im längeren Vergleich bliebt die Teuerung aber schwach, was vor allem auf die stark gefallenen Ölpreise zurückgeht.

Experten von der Commerzbank sprachen in einem Kommentar von einem dünnen Handel am Rentenmarkt. Wegen der näherrückenden Weihnachtszeit beginnen Händler damit, ihre Positionen auszugleichen und ihre Bücher zu schließen. Einige Fachleute sehen wegen der abnehmenden Marktliquidität das Risiko hoher Kursschwankungen, zumal die US-Notenbank in der kommenden Woche eine erste Zinsanhebung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise beschließen könnte.

Im Nachmittagshandel rücken amerikanische Konjunkturdaten in den Mittelpunkt. Besondere Beachtung dürften Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen finden, weil sie ein Schlaglicht auf den wichtigen Binnenkonsum werfen. An der Erwartung, dass die Fed in der kommenden Woche die Zinswende einleitet, dürften sie aber wenig ändern. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird an den Märkten mit knapp 80 Prozent veranschlagt.




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