Letztes Update am Fr, 11.12.2015 16:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bene: Anlegerschützer ärgert homöopathische Abfindung für Streubesitz



Wien/Waidhofen a.d. Ybbs (APA) - Nachdem der Büromöbelhersteller Bene heute einen Gesellschafterausschluss („Squeeze-out“) umgesetzt hat und dieser gerichtlich eingetragen wurde, lässt der Anlegerschützer Wilhelm Rasinger, Präsident des Interessenverbandes für Anleger (IVA), kein gutes Haar an den Vorgängen. Für den Streubesitz gebe es „nicht einmal ein Trostpflaster sondern nur eine homöopathische Abfindung“, so Rasinger zur APA.

Man hatte sich um ein Squeeze-out nach erfolgter Sanierung bemüht. „Das läuft nun ins Leere“, bedauerte Rasinger weiters. „Jetzt sind Fakten geschaffen.“ Denn ursprünglich sei noch ein Verhandlungstermin im Sinne der IVA-Anfechtung des sofortigen Gesellschafterausschlusses für 15. Februar 2016 angesetzt gewesen, der nun ausfalle.

„Bei einem Squeeze-out nach einer Sanierung in zwei, drei Jahren hätte es die Chance für den Streubesitz gegeben, eine angemessene und faire Abgeltung zu bekommen.“ Nun aber verliere der Streubesitz 90 bis 98 Prozent bezogen auf den Emissionskurs von 5,50 Euro - „unangenehm“, meint Rasinger.

Übrig bleibe ein Überprüfungsverfahren zum Unternehmenswert - da hätte der Streubesitz aber auch nicht die besten Karten, denn dieses wird auf Basis der letzten Hauptversammlung vom September durchgeführt - „zum ungünstigsten Zeitpunkt“, so Rasinger.

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