Letztes Update am Fr, 11.12.2015 18:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia: Estlands NOK-Präsident wegen Amtsvergehen verurteilt



Tallinn (APA/dpa) - Die estnische Justiz hat den Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees Estlands (EOK), Neinar Seli, wegen Amtsvergehen für schuldig befunden. Seli habe 2013 als Aufsichtsratschef des staatlichen Tallinner Hafens einem Sponsoring von 250.000 Euro an das EOK zugestimmt - und als Staatsbediensteter damit gegen die Anti-Korruptions-Richtlinie verstoßen.

Diese Entscheidung fällte das höchste Gericht des baltischen EU-Landes am Freitag und bestätigte damit im Kern das Urteil von zwei niedrigeren Instanzen. Diese hatten dem EOK-Chef eine Strafe von 17.000 Euro aufgebrummt.

Seli bestreitet die Vorwürfe und will einem Rundfunkbericht zufolge vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Estlands Regierungschef Taavi Roivas forderte ihn zum Rücktritt auf. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie er diesen Job machen kann, ohne dass der Ruf des estnischen Sports erheblichen Schaden erleidet“, sagte Roivas knapp acht Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August 2016).

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren