Letztes Update am Fr, 11.12.2015 18:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia: IOC-Mitglied Sabah will gegen Haftstrafe in Kuwait vorgehen



Kairo (APA/dpa) - Der einflussreiche Sportfunktionär Scheich Ahmad al-Fahad Al-Sabah will gegen eine sechsmonatige Haftstrafe vorgehen, zu der er Medienberichten zufolge in seinem Heimatland Kuwait verurteilt worden ist. Al-Sabah ist Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC), führt die Vereinigung der Nationalen Olympischen Komitees (ANOC) und gehört der Exekutive des Fußball-Weltverbandes FIFA an.

In letzterer Funktion gilt er als mögliche Schlüsselfigur im Hintergrund bei der Kür eines neuen FIFA-Präsidenten, der am 26. Februar 2016 in Zürich gewählt wird. Al-Sabah hatte vor drei Jahren zwei einflussreiche Regierungsmitglieder kritisiert und ihnen unter anderem Missbrauch öffentlicher Gelder vorgeworfen. Dafür wurde der 53-Jährige nun verurteilt.

„Unter Kuwaits demokratischer Verfassung habe ich das Recht, meine Meinung frei zu äußern. Ich habe mein Leben lang gegen Korruption und für Redefreiheit gekämpft“, betonte al-Sabah in einer vom Olympischen Rat Asiens verfassten Erklärung. Er bezeichnete das Urteil als persönlichen Angriff und als symptomatisch für die derzeit angespannten Beziehungen zwischen Kuwait und der Sportwelt. Das IOC, dessen Exekutive in dieser Woche in Lausanne tagte, hatte Kuwaits Sportlern wegen politischer Einflussnahme mit dem Ausschluss von den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio gedroht.

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