Letztes Update am Fr, 11.12.2015 18:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag deutliche Verluste erlitten. Die Turbulenzen bei den Rohstoffpreisen wie vor allem beim Öl und der steigende Eurokurs belasteten die Märkte. „Die Anleger waren vor dem Wochenende zunehmend nervös“, ergänzte Experte Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Vor der Zinsentscheidung in den USA am kommenden Mittwoch und Daten aus China am Wochenende wolle kein Anleger auf dem falschen Fuß erwischt werden.

Der DAX verlor 2,44 Prozent auf 10.340,06 Punkte. Das ist der niedrigste Schlusskurs des deutschen Leitindex seit dem 22. Oktober. Am Montag hatte er noch die 11.000-Punkte-Marke ins Visier genommen, auf Wochensicht dann aber 3,83 Prozent verloren. Der Gewinn seit Jahresbeginn schmilzt: Das Barometer für die 30 wichtigsten deutschen Aktien zeigt seit Januar nur noch ein Plus von 5,45 Prozent an.

Der MDAX ging am Freitag 2,29 Prozent tiefer bei auf 20.196,80 Punkten aus dem Handel. Der Technologiewerte-Index TecDAX fiel um 1,83 Prozent auf 1.766,64 Punkte.

Im DAX verloren am Freitag alle 30 Aktien an Wert. Tagesverlierer waren dir Papiere von Deutsche Bank <DBK.ETR> mit einem Minus von 4,43 Prozent. Sie rutschten auf den tiefsten Kurs seit September 2011. Am besten konnten sich im DAX noch die Papiere des Salz- und Düngemittelkonzerns K+S mit minus 0,94 Prozent halten.

Die Fantasie auf eine Kapitalspritze konnte die Aktien von RWE nur kurzzeitig unterstützen. Der DAX-Wert verlor 2,23 Prozent. Bereits am Vortag war ein Erholungsversuch schnell ausgebremst worden. Dabei winkt laut „Handelsblatt“ eine Kapitalspritze des neuen Kooperationspartners aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi. Sollte der angeschlagene Energiekonzern einen neuen Geldgeber gefunden haben, wäre das für alle Aktionäre eine sehr gute Nachricht, sagte ein Börsianer.

Im MDAX brachen die Papiere des Kupferkonzerns Aurubis nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen um 19,16 Prozent ein. Die Kursgewinne im bisherigen Jahresverlauf wurden damit fast ausradiert. Analyst Henning Breiter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser stufte das Papier ab, nachdem die Ergebnisse hinter den Erwartungen geblieben seien. Den Ausblick nannte er „gedämpft“. Die Papiere des Stahlkonzerns und Aurubis-Großaktionärs Salzgitter verloren 6,52 Prozent.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA541 2015-12-11/18:22




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