Letztes Update am Fr, 11.12.2015 18:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zürcher Börse schließt klar im Minus



Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Freitag mit deutlichen Verlusten beendet. Die Abgaben aus der ersten Tageshälfte wurden am Nachmittag noch ausgeweitet bis auf ein Tagestief von klar unter 8.500 Punkten für den SMI. Damit ergab sich mit dem dritten schwachen Tag in der abgeschlossenen Börsenwoche auch auf die Gesamtwoche ein klarer Verlust.

Es ist der dritte Wochenverlust in Folge und er ist noch deutlicher als in der Vorwoche ausgefallen. Von Jahresendrally kann nach den positiven Monaten Oktober und November derzeit keine Rede mehr sein. Im Gegenteil müsste man die aktuelle Börsenstimmung eher mit „Jahresendblues“ umschreiben, sagten Händler.

Gedrückt wurde das Sentiment zum Wochenschluss vor allem von Konjunktursorgen, nachdem die Vereinten Nationen am Vortag die Prognosen für das Wirtschaftswachstum im auslaufenden und vor allem auch im kommenden Jahr nach unten revidiert hatten. Dabei stellen sich insbesondere zu China viele Fragen. In diesem Zusammenhang wurde auch der aktuell sehr schwache Ölpreis als Indiz für eine lahmende Konjunkturentwicklung gesehen. Kein beeinflussender Faktor waren die Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag und auch die nun konkretisierte Absicht der beiden Chemiegiganten Dow Chemical und Dupont zur Fusion brachte kaum Verwerfungen, auch nicht für Syngenta.

Der Swiss Market Index (SMI) gab schließlich 1,51 Prozent auf 8.502,06 Punkte nach. Auf Wochensicht ergab sich ein Minus von 3,4 Prozent. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verlor 1,71 Prozent auf 1.279,55 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,46 Prozent auf 8.759,29 Punkte. Alle Blue Chips beendeten den Börsentag im Minus.

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Syngenta (-0,7 Prozent) schlossen den Handelstag immerhin auf einem der vordersten Plätze. Die sich anbahnende Fusion zwischen Dow Chemical und DuPont hat dem Titel zu einem starken Start verholfen, danach sind Syngenta aber deutlich ins Minus abgesackt. Der Megadeal befeuerte die Vermutung, dass sich Syngenta und Monsanto als Reaktion darauf doch noch zusammentun könnten. Als die Absicht der beiden US-Unternehmen am Nachmittag dann definitiv bekanntgegeben wurde, erholten sich Syngenta allerdings lediglich noch moderat.

Von der allgemein schwachen Stimmung wurden Julius Bär (-4,6 Prozent) deutlich zurück gebunden, wobei auch Credit Suisse (-3,5 Prozent) und UBS (-2,8 Prozent) stark nachgaben.

Unter Druck standen auch konjunktursensitive Titel wie Adecco (-2,3 Prozent), Lonza (-2,6 Prozent) oder Transocean (-3,5 Prozent). Bei letzteren kam als zusätzliche Belastung der sehr schwache Ölpreis hinzu, vor allem auch angesichts der Tatsache, dass die Internationale Energieagentur IEA kein rasches Abebben der Ölschwemme erwartet. Lonza wurden von einer Herabstufung durch die UBS auf „Neutral“ von zuvor „Buy“ gebremst.

Markantere Abgaben verzeichneten auch Swatch (-3,4 Prozent), welche wie Richemont (-2,4 Prozent) unter negativen Analysteneinschätzungen litten.

Am widerstandsfähigsten gegen den Abwärtstrend zeigten sich neben Syngenta die Aktien von Sonova (-0,4 Prozent) und die im Baubereich angesiedelten Sika (-0,8 Prozent). Für Sika hat allerdings die Ratingagentur Standard & Poors den Ausblick für das „A-/A-2“-Rating auf negativ gesenkt. Der neue Ausblick deute auf eine Abstufung des langfristigen Ratings auf „BBB“ hin, sollte die französische Saint Gobain die Kontrollmehrheit an Sika zugesprochen erhalten, hieß es dazu.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA545 2015-12-11/18:25




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