Letztes Update am Fr, 11.12.2015 19:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima-Gipfel - Rupprechter für globalen Vertrag mit gleichen Partnern



Le Bourget/Paris (APA) - Vor der wohl letzten heißen Verhandlungsrunde am Freitagabend hat sich Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) noch einmal für einen Klimavertrag als globales Abkommen und gleichen Partnern ausgesprochen. Ansonsten wäre dies mit einer „Ehe ohne gemeinsamen Haushalt“ gleichzusetzen, hieß es am Rande der UN-Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris

Damit sprach der Umweltminister die Haltung mancher Schwellenländer wie China oder Saudi Arabien an, die bei den Klimaschutz- und Finanzierungsmaßnahmen weiterhin auf die ausschließliche Verantwortung der Industriestaaten pochten. Dieser Punkt der „Differenzierung“ gehört neben der Frage der Finanzierung zu den wichtigen Knackpunkten. Positiver war die Einschätzung von Rupprechter, was die regelmäßige Überprüfung und Verbesserung der Klimaziele betrifft.

Trotzdem sind noch beachtliche Differenzen bei den wohl bis spät in die Nacht auf Samstag gehenden Verhandlungen bei der COP21 auszuräumen. Es besteht also weiterhin ein gewisse Sorge dahin gehend, ob der neue Klimavertrag, der das Kyoto-Protokoll aus dem Jahre 1997 ab dem Jahr 2020 ersetzen soll, auch wirklich von möglichst vielen - optimistischerweise allen beteiligten - Staaten auf gleichem Niveau mitgetragen wird. Wenn die notwendigen Kompromisse gefunden werden, sollte der Vertragstext am Samstagvormittag vorliegen.

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