Letztes Update am Sa, 12.12.2015 13:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Merkel schließt Zusammenarbeit mit Regierungstruppen in Syrien aus



Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat eine Zusammenarbeit mit den Truppen von Syriens Staatschef Bashar al-Assad im Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in dem Bürgerkriegsland ausgeschlossen.

„Die internationale Allianz gegen den IS schließt Assad und seine Truppen nicht ein“, sagte Merkel den Zeitungen „Badische Neueste Nachrichten“ und „Augsburger Allgemeine“ vom Samstag. Assad werfe „nach wie vor Fassbomben auf sein eigenes Volk“.

„Eine Zukunft an der Spitze des Staats kann es für ihn nicht geben“, sagte Merkel weiter. Trotzdem müssten „für eine politische Lösung des Konflikts alle Gruppen in Syrien miteinander sprechen“. Zum deutschen Engagement im Kampf gegen den IS sagte die Kanzlerin, Berlin habe nicht zusehen können, „wie brutal und menschenverachtend die IS-Terroristen immer weiter vorrückten“. Sie errichteten „ein Schreckensregime in Teilen von Irak und Syrien“ und seien „eine direkte Gefahr“ für ganz Europa.

Deutschland beliefert die Kurden im Irak mit Waffen und stellt unter anderem Tornado-Aufklärungsjets sowie ein Schutzschiff für den internationalen Einsatz in Syrien bereit. An Kampfhandlungen beteiligt sich die Bundeswehr nicht.




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