Letztes Update am Sa, 12.12.2015 15:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski alpin: „Akrobat“ Feller als Val d‘Isere-Vierter im Karrierehoch



Val d‘Isere (APA) - Fast ein Jahr nachdem er die Saison mit Bandscheibenproblemen vorzeitig beenden hatte müssen, ist Manuel Feller am Samstag mit Platz vier beim Riesentorlauf in Val d‘Isere wieder ins Rampenlicht des alpinen Ski-Weltcups zurückgekehrt. „Wirklich unglaublich, was sich für mich abgespielt hat“, jubelte der 23-Jährige Tiroler, der auch dank viel Akrobatik seine beste Weltcupplatzierung bis dato holte.

So verhinderte der Zwölfte des ersten Laufs im oberen Teil des zweiten Durchgangs nur mit perfekter Körperbeherrschung den Ausfall. „Oben bei der ersten Welle habe ich eine kleine Schrecksekunde gehabt, aber sonst habe ich probiert zu attackieren. Unten war es dann ziemlich gut“, meinte Feller, der schließlich noch zur drittbesten Zeit des zweiten Laufs raste. Da gratulierte auch Sieger Marcel Hirscher. „Nachwuchskrise haben wir keine. Manuel hat brutal trainiert, fast das doppelte von mir“, sagte der Weltcupführende.

Die Topleistung bei seinem zweiten Weltcupeinsatz in dieser Saison 1,98 Sekunden hinter Dominator Hirscher kommt freilich nicht von ungefähr. 2013 krönte sich Feller im Slalom zum Junioren-Weltmeister, im Jänner 2014 wurde der Fieberbrunner im Kitzbühel-Slalom Achter - zugleich sein bis heute bestes Resultat. Dass er nun ausgerechnet im RTL groß aufzeigte, überraschte ihn aber nicht. „Ich habe schon vor zwei Jahren gezeigt, dass ich im Riesentorlauf gut bin“, meinte Feller.

Auch die jüngsten Europacupresultate Anfang Dezember machten Hoffnung. Da hatte er mit zwei RTL-Siegen sowie den Slalom-Plätzen drei und fünf beim Europacup in Norwegen seine gute Form unter Beweis gestellt.“Bis jetzt ist mir die Nervosität im Weg gestanden. Durch das Selbstvertrauen aus dem Europacup ist es mir aber viel besser gegangen“, gab er zu Protokoll. „Dass es so gut geht, hätte ich mir natürlich nicht gedacht. Nach meiner Verletzung ist es sicher unglaublich, was da passiert ist“, betonte er. Die fordernde Piste in den französischen Alpen liebt Feller jedenfalls: „Berge, wo es bergab geht, die liegen mir.“

Folglich darf Feller mit viel Optimismus in den Slalom (Start 9.30 Uhr) am Sonntag gehen. Am Samstag gab er sich aber noch vorsichtig. „Als ich nach Val d‘Isere gekommen bin, dachte ich im RTL an einen Platz in den Top-30. So ist das auch im Slalom“, blieb er zurückhaltend.




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