Letztes Update am Sa, 12.12.2015 17:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Russland kritisiert syrische Opposition und türkischen Irak-Einsatz



Moskau (APA/dpa) - Russland hat die in Riad gefassten Beschlüsse der syrischen Opposition als nicht repräsentativ kritisiert. Die Teilnehmer der Gespräche in der saudischen Hauptstadt könnten nicht für alle Regierungskritiker in dem Bürgerkriegsland sprechen, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit. Wichtige Gruppen wie etwa Kurden hätten bei den Verhandlungen gefehlt.

Zudem sei die Frage nach der politischen Zukunft von Präsident Bashar al-Assad allein Sache des syrischen Volkes, hieß es. Moskau ist ein enger Partner des Regimes in Damaskus. Deutschland und die USA hatten die Einigung der syrischen Opposition in Riad am Freitag begrüßt.

Russland kritisierte außerdem den Einsatz des türkischen Militärs im Irak scharf. Der Aufenthalt der Soldaten sei ein Verstoß gegen die Souveränität und territoriale Integrität des Iraks, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Samstag nach einem Telefonat mit seinem irakischen Amtskollegen Ibrahim al-Jafaari. Russland habe Verständnis dafür, dass der Irak vor dem UNO-Sicherheitsrat Beschwerde gegen die Türkei eingelegt habe. Nach türkischen Angaben handelt es sich bei den Soldaten im Irak um Militärausbilder für kurdische Peschmerga-Kämpfer. Moskaus Verhältnis zu Ankara ist wegen des Abschusses eines russischen Kampfjets durch die Türkei gespannt.




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