Letztes Update am Sa, 12.12.2015 18:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima-Gipfel: Positives Echo von Wissenschaftern zu geplantem Vertrag



Le Bourget (APA/AFP) - Bei Klimaforschern stößt der geplante neue Klimavertrag auf ein durchweg positives Echo. Von einem „globalen Startpunkt“ sprach am Samstag der schwedische Forscher Johan Rockström. „Diese Vereinbarung ist ein Wendepunkt für eine weltweite Umstellung“, erklärte er zu den Ergebnissen der Verhandlungen der UNO-Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris.

„Dies ist ein historischer Moment, nicht nur für uns und unsere Welt heute, sondern für unsere Kinder, Enkel und künftige Generationen“, erklärte der britische Klimaökonom Nicholas Stern. Er verwies vor allem auf das erklärte Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad und nach Möglichkeit auf 1,5 Grad zu begrenzen.

„Wenn dies umgesetzt wird, bedeutet das eine Senkung der Treibhausgasemissionen auf Null in wenigen Jahrzehnten“, erklärte der Leiter des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, zu dem Vertrag. „Der Text erkennt die Forderungen der Wissenschaftler zum Umgang mit dem Klimawandel an“, lobte die kanadische Klimawissenschaftlerin Corinne Le Quéré.

Auch die US-Forscherin Diana Liverman begrüßte das Abkommen, wies aber ebenso wie viele ihrer Kollegen auch darauf hin, dass den Beschlüssen nun Taten folgen müssten. Sie drang vor allem auf eine schnelle Nachbesserung der vorliegenden nationalen Pläne zur Emissionsminderung. Steffen Kallbekken sprach von einem „klaren Signal an Politiker, Wirtschaftsvertreter und Investoren, mit der Umstellung zu einer kohlenstoffarmen und klimaverträglichen Gesellschaft zu beginnen“.

Der Vertragstext war zu Mittag von Frankreichs Außenminister Laurent Fabius vorgelegt worden. Er muss aber von den Delegierten der UNO-Konferenz noch gebilligt werden.




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