Letztes Update am Sa, 12.12.2015 19:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schweden und Ecuador über Einvernahme von Assange in London einig



Washington/Stockholm/London (APA) - Schweden und Ecuador sind sich über die behördliche Einvernahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange einig. Eine Sprecherin des Justizministeriums in Stockholm bestätigte am Samstag Medienberichte, wonach der Aufdecker in der ecuadorianischen Botschaft in London durch schwedische Beamte zu Vorwürfen verhört werden soll, er habe im Jahr 2010 in Schweden zwei Frauen sexuell missbraucht.

Ein entsprechendes Abkommen solle in den kommenden Tagen formell geschlossen werden, sagte Ministeriumssprecherin Anna-Carin Svensson gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur TT. Wann die Einvernahme stattfinden könnte ist derzeit nicht klar.

Assange hält sich seit drei Jahren in der Botschaft Ecuadors auf. Er fürchtet eine Auslieferung an die USA, wo ihm eine lange Haftstrafe wegen Geheimnisverrats droht. Die Sex-Vorwüfe in Schweden hat der 44-jährige Australier stets bestritten.




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