Letztes Update am So, 13.12.2015 00:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Al-Nusra-Front gegen Verhandlungsplan syrischer Oppositionsgruppen



Beirut (APA/AFP) - Die islamistische Al-Nusra-Front hat zum Widerstand gegen den Fahrplan von Syriens wichtigsten Oppositionsgruppen für mögliche Verhandlungen über ein Ende des Bürgerkrieges aufgerufen. „Das ist ein Komplott und keine Konferenz“, sagte Al-Nusra-Chef Abu Mohamad al-Golani in einem am Samstag ausgestrahlten Interview mit dem arabischen Fernsehsender Orient News.

Über das Treffen der syrischen Oppositionsgruppen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. „Man muss solche Konferenzen und Treffen scheitern lassen“, fügte der Chef des syrischen Arms des Terrornetzwerks Al-Kaida hinzu.

Die Vereinbarungen bei dem zweitägigen Treffen in Riad, das am Donnerstag endete, seien „Verrat an denen, die ihr Blut für Syrien vergossen haben“, sagte Golani. Al-Nusra sowie die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) waren zu dem Treffen nicht eingeladen. Es brachte erstmals seit dem Ausbruch des Konflikts in Syrien vor knapp fünf Jahren etwa hundert Oppositionsgruppen zusammen.

Golani stellte den Wert der Vereinbarungen in Frage. Die meisten in Riad versammelten Repräsentanten hätten „keine Kontrolle über ihre Kämpfer“. „Selbst wenn sie zugestimmt haben, glaube ich nicht, dass sie die Macht haben, das vor Ort umzusetzen“, sagte der Al-Nusra-Chef bei Orient News. Dabei handelt es sich um einen Sender der syrischen Opposition mit Sitz in Dubai.




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