Letztes Update am So, 13.12.2015 23:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlinge - Costa Ricas Präsident will mit Kuba verhandeln



Havanna (APA/dpa) - Costa Rica will gemeinsam mit Kuba nach einer Lösung für die seit Wochen schwelende Krise rund um kubanischen Flüchtlingen in Mittelamerika suchen. Das Thema werde auf der bilateralen Agenda stehen, sagte der costa-ricanische Staatschef Luis Guillermo Solis am Sonntag zum Auftakt eines mehrtägigen Besuches in Havanna. Dort will Solis am Dienstag auch seinen Amtskollegen Raul Castro treffen.

In Costa Rica sitzen inzwischen rund 6.000 kubanische Flüchtlinge fest, die über den Landweg in die USA weiterreisen wollen. Nicaragua hält seit Mitte November seine Grenzen für die Menschen geschlossen. Diese waren zuvor von Kuba nach Ecuador ausgereist. Bis zum 1. Dezember benötigten Reisende aus dem sozialistischen Karibikstaat kein Einreisevisum für das südamerikanische Land.

Hintergrund der Flüchtlingswelle ist wohl die Befürchtung vieler Kubaner, dass sie wegen der diplomatischen Annäherung zwischen Washington und Havanna bald nicht mehr so einfach wie bisher eine Aufenthaltserlaubnis in den USA bekommen könnten.




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