Letztes Update am Mo, 21.12.2015 15:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EcoAustria sieht Zielpunkt-Pleite als Ausnahme in eher ruhigen Zeiten



Wien (APA) - Das Forschungsinstitut EcoAustria wertet die Pleite des Lebensmittelhändlers Zielpunkt als Ausreißer in relativ ruhigen Zeiten. Abgesehen von Zielpunkt hätten sich Insolvenzen, Schließungen oder Verlagerungen heuer im durchschnittlichen Bereich seit dem Jahr 2002 bewegt, so das industrienahe Institut am Montag in einer Aussendung.

2015 seien neben Zielpunkt acht Fälle von „betrieblichen Restrukturierungen“ zu verzeichnen gewesen. Das betraf 1.682 Arbeitsplätze. Allein bei Zielpunkt sind rund 2.700 Beschäftigte betroffen. Morgen, Dienstag, will Masseverwalter Georg Freimüller bekanntgeben, was mit den 229 Filialen passiert. Jene Standorte, für die es keine Interessenten gibt, sollen noch heuer geschlossen werden.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 habe sich in vermehrten Schließungen und Insolvenzen niedergeschlagen, so EcoAustria. „Diese Phase der gesteigerten Volatilität scheint sich aktuell entspannt zu haben.“ Das Jahr 2013 mit den Großpleiten Alpine und Dayli sowie Zielpunkt heuer stellten untypische statistische Ausreißer dar.

Auch der Kreditschutzverband KSV berichtete vergangene Woche über rückläufige Firmeninsolvenzen im Jahr 2015. Wenngleich die Experten einräumten, dass dies nicht einem Konjunkturaufschwung geschuldet sei, sondern einer Stagnation und niedriger Zinsen.

~ WEB http://www.zielpunkt.at ~ APA389 2015-12-21/16:04




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