Letztes Update am Do, 14.01.2016 12:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


APA Medien News: Presserat, Professor, ORF-Online, Kurier Digital



Wien (APA) - xxx

Presserat: Erstmals wurde ein Medium wegen einer Twitter-Meldung vom Presserat gerügt. Einmal mehr geht es dabei um die „Kronen Zeitung“. Nach Ansicht des Presserats hat die größte österreichische Tageszeitung mit dem Tweet „+++ BREAKING +++ Sie wurden dem Haftrichter vorgeführt. Das sind die Todes-Schlepper der A4:“ gegen die Unschuldsvermutung verstoßen. Der Tweet lief Ende August über den Twitter-Account der „Krone“. Der Meldung war ein Foto beigefügt, das zwei Verdächtige zeigt. Der Presserat sah darin eine Verletzung der Unschuldsvermutung. Die Berichterstattung in der Printausgabe der „Kronen Zeitung“ über den Fall beanstandete der Presserat hingegen nicht. In der Printausgabe wurde auf die Unschuldsvermutung hingewiesen und die Verdächtigen als „mutmaßliche Täter“ bezeichnet. Für die „Kronen Zeitung“ ist die aktuelle Rüge bereits die 49. Verurteilung durch den Presserat.

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Professor: Dem legendären ORF-Journalisten Johannes Fischer wurde der Berufstitel Professor verliehen. Bei der Verleihung im Bundeskanzleramt betonte Fischer die Bedeutung von Qualitätsjournalismus und wies auf Gefahren wie prekäre Arbeitsverhältnisse hin. „ZiB 2“-Anchorman und Laudator Armin Wolf bezeichnete Fischer als „begnadeten Motivator und Lehrer“. Und Fischer, der Wolf 1995 ins „ZiB 2“-Team holte, sei es stets um „Aufklärung“ für das Publikum gegangen. „Als Sendungsmacher hatte Fischer eine Pranke wie kein anderer“, so Wolf. Fischers „couragierte Haltung und Hingabe für seinen Beruf“ betonte auch Medienminister Josef Ostermayer (SPÖ). Fischer wurde 1975 Innenpolitik-Redakteur im ORF und wurde im ORF-Radio jüngster Innenpolitik-Ressortleiter aller Zeiten. 1983 wechselte er ins Fernsehen und moderierte die Politikmagazine „Politik am Freitag“ und „Inlandsreport“. Im Rahmen des Inlandsreports führte Fischer mit FPÖ-Chef Jörg Haider auch jenes berühmte „Sommergespräch“, bei dem Haider von Österreich als „ideologischer Missgeburt“ sprach. 1994 musste Fischer den ORF wegen eines kritischen Interviews mit dem damaligen SPÖ-Innenminister Franz Löschnak zur Asyldebatte kurzzeitig verlassen und landete im „Kurier“. 1995 holte ihn der neue ORF-Chef Gerhard Zeiler als Sendungsverantwortlichen für die „Zeit im Bild 2“ auf den Küniglberg zurück. Für die Entwicklung der „ZiB 3“ erhielt Fischer später eine Romy für die „beste Programmidee“. Fischer übernahm schließlich bis zu seiner Pensionierung die Chefredaktion der TV-Magazine „Thema“, „Weltjournal“, „Am Schauplatz“, „Eco“ und „Konkret“. Seit 2013 berät Fischer den Privatsender Puls 4.

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ORF-Online: Rekordabrufe vermeldete der ORF am Donnerstag für sein Online-Video-Angebot im Jahr 2015. 20,4 Millionen Videoabrufe pro Monat zählte der Sender demnach für TVthek und die Videoangebote im ORF.at-Netzwerk. Topmonat und gleichzeitig zweitstärkster Monat seit dem TVthek-Launch war der November mit 23,2 Millionen Video-Abrufen. Neben der Berichterstattung rund um die Pariser Terroranschläge wurden vor allem Comedysendungen und Sportübertragungen intensiv genutzt. Die am meisten abgerufene Sendung 2015 war das „Sommergespräch“ vom 17. August mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit 664.185 Video-on-Demand-Abrufen, gefolgt vom Finale des Song Contest vom 23. Mai mit 609.841 Abrufen und der Diskussion der Spitzenkandidaten zur Wiener Landtagswahl vom 5. Oktober mit 578.366 Abrufen. Die Liste der am meisten abgerufenen Live-Streams führt mit 108.115 Videoabrufen die Berichterstattung zur Wiener Landtagswahl am 11. Oktober an. Die Plätze zwei bis zehn belegen ORF-Sportübertragungen (Alpine Ski-WM, Fußball-EM-Qualifikationsspiele, Ski-Weltcup, etc.). Der Technische ORF-Direktor Michael Götzhaber sprach angesichts der Zahlen von einer „hervorragenden Performance“, ORF-Onlinechef Thomas Prantner von „einem nachhaltigen ORF-Erfolg“.

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„Autorevue-TV“: Einen neuen Sendplatz bekommt das erst im Herbst gestartete ATV-Motor-Format „Autorevue-TV“. Die von Christian Clerici moderierte Sendung lief bisher im Freitag-Vorabend um 18.50 Uhr und wird ab dieser Woche immer samstags um 19.33 Uhr ausgestrahlt. Man habe für das Format einen „besseren Sendeplatz“ - im Anschluss an die Nachrichtensendung „ATV Aktuell“ - gesucht, begründete der Sender den Schritt.

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Kurier Digital: Martina Zadina, bisher Präsidentin des Internet Advertising Bureau Austria, wechselt ins Medienhaus Kurier und verantwortet dort künftig gemeinsam mit Claudia Weiss und Andrea Stoifl die Verkaufsagenden des Kurier Digital Netzwerks. Zadina ist seit 20 Jahren in der Digital-Marketing-Branche tätig und baute Ende der 1990-iger Jahre die Online-Advertising Unit des Internetservice Providers netway AG auf. Von 2002 bis 2014 war sie Geschäftsführerin der adworx internetservice gmbh. Mit Zadina konnte man eine „Onlinerin der ersten Stunde“ gewinnen, erklärte Kurier Digital-Geschäftsführer Martin Gaiger in einer Aussendung. „Wir sind im letzten Jahr bei Kurier.at um 30 Prozent gewachsen und bei Futurezone.at um fast 40 Prozent. Da braucht es noch mehr Power in der Vermarktung“, so Gaiger. Kurier Digital vermarktet Kurier.at, Futurezone.at, Film.at und Events.at sowie Freizeit und Tafelspitz. Film.at wurde unlängst neu gestartet, Kurier.at stehe unmittelbar vor einem Relaunch, hieß es weiter.




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