Letztes Update am Di, 26.01.2016 13:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rumänien dringt auf Reformen in krisengeschüttelter Republik Moldau



Bukarest (APA/dpa) - Das EU-Land Rumänien dringt auf Reformen im krisengeschüttelten Nachbarland Moldau. Davon werde die Auszahlung eines versprochenen Darlehens abhängig gemacht, sagte Rumäniens Ministerpräsident Dacian Ciolos am Dienstag in Bukarest während eines Treffens mit seinem neuen moldauischen Kollegen Pavel Filip.

„Bevor wir die erste (Kredit-)Rate liefern, wünschen wir konkrete Maßnahmen, die den Reformwillen (in Moldau) beweisen“, sagte Ciolos. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Rumäniens Parlament einen Kredit von 150 Millionen Euro für Moldau beschlossen. Jedoch hatte Staatspräsident Klaus Iohannis postwendend dessen Auszahlung mit der Begründung gestoppt, dass die Fortsetzung des Reformprozesses in der Ex-Sowjetrepublik unsicher sei.

Jetzt machte Premier Ciolos die Auszahlung der ersten Rate von 60 Millionen Euro davon abhängig, ob der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU Reformschritte in Moldau anerkennen. Bukarest sieht sich als Unterstützer der zu zwei Dritteln von ethnischen Rumänen besiedelten Republik Moldau und als Fürsprecher des prowestlichen Teils der dortigen politischen Klasse. Jedoch haben die Korruptionsskandale in den Reihen der moldauischen Pro-Europäer auch in Bukarest das Vertrauen ins Wanken gebracht.




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