Letztes Update am Di, 29.03.2016 13:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


CEE-Verteidigungsminister beraten in Wien über Flüchtlingskrise



Wien (APA) - Die derzeitigen massiven Flucht- und Migrationsbewegungen nach und in Europa und mögliche Formen der militärischen Zusammenarbeit zu ihrer Bewältigung stehen im Mittelpunkt eines Treffens zentral- und osteuropäischer Verteidigungsminister am Donnerstag und Freitag in Wien.

Zu diesem Zweck empfängt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil seine Amtskollegen im Rahmen der Zentraleuropäischen Verteidigungskooperation (Central European Defence Cooperation, CEDC). Neben den CEDC-Staaten werden diesmal auch die Verteidigungsminister von Serbien, Mazedonien und Montenegro in Wien erwartet. Neben ihren Beratungen über die Flüchtlingskrise wollen die Minister auch die Intensivierung der grenzüberschreitenden militärischen Katastrophenhilfe beschließen.

Die Entwicklungen der Migrations- und Flüchtlingsströme in den vergangenen Monaten hätten gezeigt, dass Lösungen „auf EU-Ebene umfassend sein müssen und erst langfristig Erfolge zeigen werden“, heißt es in einer Ankündigung des Ministeriums zum bevorstehenden Treffen. „Aus Gründen der Menschlichkeit und zum Schutz der Grenzen müssen aber bereits jetzt Maßnahmen getroffen werden, die das Schicksal der Flüchtlinge erträglich machen und die Belastung einzelner Staaten verringern.“ Ziel des Treffens sei es daher, „sich einerseits auf sofort wirksame humanitäre Maßnahmen zur Unterstützung besonders betroffener Länder zu einigen und andererseits über mögliche Lösungen zum Schutz der EU-Außengrenze zu diskutieren.“

Die Zentraleuropäische Verteidigungskooperation wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Sie besteht aus Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien. Polen hat Beobachterstatus. Die CEDC-Präsidentschaft wechselt jährlich; Österreich hat am 1. Jänner 2016 den Vorsitz übernommen.




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