Letztes Update am Di, 10.05.2016 10:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Universität Graz zeichnet Bemühungen des UNHCR aus



Genf/Graz (APA) - Der Menschenrechtspreis der Universität Graz wird am 13. Mai an Volker Türk, den stellvertretenden UNO-Flüchtlingshochkommissar für Schutzfragen, verliehen. Im Anschluss an den Festakt am Freitag folgt eine hochkarätig besetzte Diskussionsveranstaltung mit dem Preisträger zum Thema „Europa und die Flüchtlinge. Die Rolle von UNHCR in Europa“, wie die Universität in einer Aussendung mitteilte.

Der Menschenrechtspreis der Universität Graz wird seit dem Jahr 1992 in unregelmäßigen Abständen vergeben und zeichnet Menschen aus, die hervorragende Leistungen für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden im Sinne der Menschenrechte erbracht haben. Mit der Auszeichnung würden diesmal über den Preisträger hinaus auch die Bemühungen des UNHCR sowie die Arbeit aller, die sich für Flüchtlinge einsetzen, gewürdigt, wie es in der Mitteilung hieß. Bisherige Preisträger sind u.a. der lateinamerikanische Befreiungstheologe Jon Sobrino (1992), der Dalai Lama (2002) und zuletzt der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim (2011).

Der aus Oberösterreich stammende Jurist Türk wurde im Februar 2015 zum stellvertretenden UNO-Flüchtlingshochkommissar ernannt. Vor seiner Ernennung war er Direktor für internationalen Rechtsschutz am Sitz des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) in Genf und hat auch maßgeblich die Strukturreform von UNHCR mitgestaltet. Davor bekleidete er unterschiedliche Posten für UNHCR in verschiedenen Regionen der Welt, unter anderem in Malaysia, im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina, der Demokratischen Republik Kongo und Kuwait. Begonnen hat Türk seine UNO-Karriere im Jahr 1991 als Junior Professional Officer, einem befristeten und vom österreichischen Außenministerium finanzierten Einsatz in Kuwait. Zuvor hatte Türk seine Doktorarbeit an der Uni Wien dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat und dessen Mandat gewidmet. Türk ist Autor zahlreicher Publikationen im Bereich des internationalen Flüchtlingsrechts und der Menschenrechte.

Rektorin Christa Neuper hob die gesellschaftliche Verantwortung der Universität hervor: „Die Verleihung des Preises an Türk ist ein weiteres Signal, sich in der Flüchtlingsthematik zu engagieren.“ Bereits im vergangenen September sei ein Maßnahmen-Paket von Wissenschaftern und Studierenden der Universität geschnürt worden, um anerkannten Flüchtlingen und Asylwerbern den Zugang zur Bildung zu erleichtern.

~ WEB http://www.unhcr.org ~ APA093 2016-05-10/09:57




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