Letztes Update am Mi, 18.05.2016 14:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland verurteilt Karikaturen-Ausstellung im Iran



Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung hat die umstrittene Karikaturen-Ausstellung in Teheran scharf verurteilt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes reagierte am Mittwoch in Berlin mit „großem Unverständnis“ auf den Bilder-Wettbewerb, der die Holocaust-Leugnung und -Relativierung für Kritik an Israel nutzt.

„Die Ermordung von sechs Millionen Männern, Frauen und Kindern während des Holocausts, für den wir Deutsche Schuld und Verantwortung tragen, darf nicht der Lächerlichkeit preisgegeben werden“, betonte der AA-Sprecher. Zudem beklagte er, dass eine solche Ausstellung „Hass sät und die Gräben in der Region nur vertieft“.

Nach Angaben des Veranstalters nehmen Zeichner aus 50 Ländern mit 150 Karikaturen an der Ausstellung teil, die bis zum 30. Mai in Teheran zu sehen sein soll. Sowohl aus Israel als auch vom Internationalen Auschwitz-Komitee hatte es an der Schau massive Kritik gegeben.

Die irankritische Plattform „Stop the Bomb“ rief Bundespräsident Heinz Fischer, Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und das österreichische Parlament auf, „den staatlich organisierten Antisemitismus im Iran laut und deutlich verurteilen und die Kooperation mit diesem Regime unverzüglich einstellen.“




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