Letztes Update am Fr, 01.07.2016 11:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Massenproteste gegen Israel im Iran



Teheran/Wien (APA/dpa) - Hunderttausende Menschen sind am Freitag im Iran auf die Straße gegangen, um gegen Israel zu protestieren. Zu den landesweiten Demonstrationen hatte die Regierung anlässlich des jährlich stattfindenden Al-Quds-Tages aufgerufen. Al-Quds ist der arabische Name für Jerusalem.

Aus Solidarität mit den Palästinensern findet im Iran jedes Jahr am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan eine solche Kundgebung statt. Hintergrund ist die Besetzung ganz Jerusalems durch Israel während des Sechs-Tage-Krieges 1967. Der Iran erkennt Israel nicht an und betrachtet dessen Regierung als Wurzel aller Probleme im Mittleren Osten.

Am Samstag findet auch ein Aufmarsch anlässlich des Al-Quds-Tages auf der Wiener Mariahilfer Straße statt. Der „Islamisten-Aufmarsch mit Geschlechtertrennung“ demonstriere für die Zerstörung Israels, schrieb das irankritische Bündnis „Stop the Bomb“ in einer Aussendung.

Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, das von mehreren Nationalratsabgeordneten unterstützt wird, ruft am Samstag ab 15.00 Uhr zu einer Gegenkundgebung unter dem Motto „Kein Platz für Antisemitismus!“ am Bundesländerplatz/Mariahilfer Straße auf.

Neben Stop the Bomb unterstützen unter anderen die Israelitischen Kultusgemeinde, die Aktion gegen den Antisemitismus, die Grünen und Alternativen StudentInnen, die SPÖ-LGBT-Organisation SoHo sowie die Kurdische Gesellschaft für Bildung, Integration und Kultur die Kundgebung.




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