Letztes Update am Mi, 27.07.2016 16:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hilfsorganisationen: Gewalt befeuert die humanitäre Krise im Südsudan



Oxford/Juba (APA) - Die humanitäre Lage im Südsudan hat sich infolge der jüngsten Kämpfe weiter verschärft. Dies stellen zehn im Südsudan tätige Hilfsorganisationen am Mittwoch fest. Es sei zurzeit nicht möglich, Millionen von Menschen zu erreichen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind, heißt es in einer Mitteilung von Oxfam, einem internationalen Verbund von Hilfs- und Entwicklungsorganisationen.

Trotz eines vereinbarten Waffenstillstandes hielten Gewalt und Unsicherheit in der Hauptstadt Juba an und breiten sich in andere Bundesstaaten aus. Insgesamt benötige die Hälfte der Bevölkerung im Südsudan humanitäre Hilfe, so Oxfam.

Die Hilfsorganisationen - CARE, Christian Aid, Danish Refugee Council, Global Communities, International Rescue Committee, Internews, Jesuit Refugee Service, Mercy Corps, Oxfam und Relief International - rufen die beiden Kriegsparteien auf, den vereinbarten Waffenstillstand in der Hauptstadt und im ganzen Land einzuhalten. Die Regierung und die im Südsudan stationierte Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen (UNMISS) müssten gewährleisten, dass humanitäre Organisationen ein ausreichendes Sicherheitsumfeld haben, sodass die Hilfe die notleidende Bevölkerung erreichen könne.

Bereits vor dem Ausbruch der jüngsten Kampfhandlungen, die am 7. Juli begannen, unmittelbar vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit, hatten den Angaben zufolge 4,8 Millionen Menschen im Südsudan nicht ausreichend zu essen, und es gab 2,5 Millionen Binnenvertriebene im Land. Bei den Kämpfen in Juba kamen Anfang Juli 300 Menschen ums Leben und Tausende mussten aus ihren Häusern fliehen. Viele Menschen hätten seitdem keinen ausreichenden Zugang zu Wasser, Nahrung oder ein Dach über dem Kopf.




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