Letztes Update am So, 21.08.2016 08:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Die Lebensstationen der Mutter Teresa



Wien (APA) - Am 4. September wird Anjeza Gonxha Bojaxhiu, später bekannt als Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), heiliggesprochen. Im Folgenden ihre wichtigsten Lebensstationen:

26. August 1910 - Mutter Teresa wird als Tochter eines wohlhabenden Kaufmannes in eine albanische, katholische Familie in Skopje - heute Hauptstadt Mazedoniens, damals zum Osmanischen Reich gehörend - geboren. (Das genaue Geburtsdatum ist umstritten.)

1928 - Im Alter von 18 Jahre kommt Mutter Teresa nach dem Tod des Vaters und einer Ausbildung in einer katholischen Mädchenschule in Shkodra (Albanien) zu den irischen Loreto-Schwestern (Sisters of the Blessed Virgin Mary). Nach kurzer Zeit in Irland geht sie nach Bengalen (Indien), wo die Schwestern vor allem als Lehrerinnen wirken. Sie legt das Ordensgelübde ab (Profess).

10. September 1946 - Nach Jahren als Lehrerin und Leiterin der St. Mary‘s School in Kolkata (Kalkutta) verspürt Mutter Teresa auf einer ihrer Fahrten durch Kolkata den Ruf Christi, in die Slums zu gehen und den ärmsten der Armen zu dienen. Zwei Jahre später erhält sie die Erlaubnis ihres Ordens, dies auch in die Tat umzusetzen, und nimmt die indische Staatsbürgerschaft an.

1950 - Mutter Teresa erhält vom Heiligen Stuhl die Erlaubnis zur Gründung ihres eigenen Ordens Missionarinnen der Nächstenliebe. Er kümmerte sich anfangs mit zwölf Schwestern in Kolkata um jene, um die sich sonst niemand kümmerte: Schwerkranke und Sterbende, Waisen, Behinderte. Freiwillige Helfer und Spender stellten sich ein. Bald wurden eine Freiluft-Schule für Slum-Kinder und ein Hospiz gegründet, später auch Waisenhäuser, Lepra-Stationen oder Jugendzentren. Der Orden hat heute Niederlassungen in über 130 Ländern und knapp 5.000 Angehörige.

10. Dezember 1979 - Nach einer Reihe anderer Würdigungen erhält Mutter Teresa den Friedensnobelpreis für ihre „Arbeit, der leidenden Menschheit Hilfe zu leisten“.

5. September 1997 - Mutter Teresa stirbt kurz nach ihrem 87. Geburtstag in Kolkata an Herzversagen.

19. Oktober 2003 - Papst Johannes Paul II. spricht Mutter Teresa selig. Mit dem Beginn des Seligsprechungsverfahrens war nicht wie üblich fünf Jahre nach dem Tod abgewartet worden, sondern nicht einmal zwei; es war der kürzeste Seligsprechungs-Prozess der Neuzeit. Ein Heiligsprechungsprozess ist im Gang.

2007 - Zum zehnten Todestag Mutter Teresas kommt das Buch „Mother Teresa: Come Be My Light“ mit bisher unveröffentlichten Briefen heraus, die nach ihrem Willen hätten verbrannt werden sollen. Darin äußerte Mutter Teresa Zweifel an ihrer Berufung, an ihrem Glauben und an der Existenz Gottes.

4. September 2016 - Heiligsprechung.




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