Letztes Update am So, 21.08.2016 08:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Bleistift in der Hand Gottes“ - Also sprach. . . Mutter Teresa



Wien (APA) - Am 4. September wird Anjeza Gonxha Bojaxhiu, später bekannt als Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), heiliggesprochen. Im Folgenden einige ihrer Aussprüche:

„Wartet nicht auf die Führer. Macht es alleine, von Mensch zu Mensch.“

„Ich weiß, Gott wird mir nichts auftragen, das ich nicht bewältigen kann. Ich wünschte nur, er würde mir nicht so viel zutrauen.“

„Von Blut und Herkunft bin ich Albanerin, von der Staatsbürgerschaft her bin ich Inderin. Ich bin eine katholische Nonne. Von meiner Berufung her gehöre ich der ganzen Welt. Was mein Herz angeht, gehöre ich ganz dem Herzen Jesu.“

„Gott verlangt von uns nicht, erfolgreich zu sein. Er verlangt nur, dass du es versuchst.“

„Ich bin der kleine Bleistift in der Hand eines schreibenden Gottes, der der Welt einen Liebesbrief schickt.“

„Wir sind alle Bleistifte in der Hand Gottes.“

„Wenn du keine 100 Menschen ernähren kannst, ernähre halt einen.“

„Geben wir uns nicht mit bloßen Geldspenden zufrieden. Geld ist nicht genug, Geld kann man bekommen, aber sie brauchen eure Herzen, dass sie sie lieben. Also verbreitet eure Liebe überall, wo ihr hingeht.“

„Wir können keine großen Dinge tun - nur kleine Dinge mit großer Liebe.“

„Wir selbst fühlen, dass das, was wir tun, nur ein Tropfen im Ozean ist. Aber der Ozean wäre weniger, würde der Tropfen fehlen.“

„Ich sehe Gott in jedem menschlichen Wesen. Wenn ich die Wunden der Leprakranken wasche, fühle ich, ich pflege den Herrn selbst. Ist das nicht eine schöne Erfahrung?“

„Einsamkeit und das Gefühl, nicht erwünscht zu sein, ist die schrecklichste Armut.“

„So viele Unterschriften für so ein kleines Herz.“ (In Bezug auf das Formulare-Ausfüllen in einem Spital in Kalifornien)

„Es muss einen Grund geben warum es sich manche Leute leisten können, gut zu leben. Sie müssen dafür gearbeitet haben. Ich werde aber zornig, wenn ich Verschwendung sehe, wenn ich sehe, wie die Leute etwas wegschmeißen, das wir brauchen könnten.“ (A Gift for God, dt. Worte der Liebe)

„Wenn ich hier die Verschwendung sehe, werde ich innerlich zornig. Ich heiße es nicht gut, wenn ich zornig werde. Aber da kann man nichts dagegen tun, wenn man einmal Äthiopien gesehen hat.“ (Washington 1984)

„Ich habe die Armut unserer armen Leute gewählt. Aber ich bin dankbar, etwas im Namen der Hungernden, der Nackten, der Obdachlosen, der Verkrüppelten, der Blinden, der Leprakranken, aller, die sich nicht gewollt, nicht geliebt, von der Gesellschaft unbeachtet fühlen, im Namen der Menschen, die der Gesellschaft eine Last geworden sind und von allen gemieden werden, etwas zu erhalten.“ (Bei der Annahme des Friedensnobelpreises 10. Dezember 1979)

„Abtreibung ist Mord im Mutterleib (...) Ein Kind ist ein Geschenk Gottes. Wenn du es nicht willst, gib es mir.“

„Ich habe noch nie einen Krieg miterlebt, aber Hungersnot und Tod. Ich fragte mich: ‚Was fühlen sie, wenn sie das tun?‘ Ich verstehe es nicht.“ (Beirut 1982, angesichts der Gefechte zwischen der israelischen Armee und palästinensischen Kämpfern)

„Bitte wählen Sie den Weg des Friedens. (...) Kurzfristig mag es in diesem Krieg, den wir alle fürchten, Gewinner und Verlierer geben. Aber das kann das Leiden, den Schmerz und Verlust an Menschenleben, den Ihre Waffen verursachen werden, nicht rechtfertigen und wird es nie können.“ (Brief an US-Präsident George Bush sen. und den irakischen Präsidenten Saddam Hussein, Jänner 1991 angesichts des Zweiten Golfkrieges)

„Gott wird einen anderen Menschen finden, demütiger, ihm ergebener und ihm gehorsamer.“ (1989 bei ihrer Erklärung, sich zurückzuziehen)

„Ich hatte erwartet frei zu sein, aber Gott hat seine eigenen Pläne.“ (1990, als ihre Mitschwestern sie überredeten, ihren Rückzug zu widerrufen)

„Gestern habe ich geträumt, dass ich am Tor zum Himmel stand und Petrus sagte: ‚Geh zurück auf die Erde. Hier oben gibt es keine Slums.‘“ (angebliche Aussage gegenüber Prinz Michael von Griechenland 1996)

Nach ihrem Tod bekanntgewordene, u.a. in Briefen geäußerte Zweifel an Gott und ihrer Berufung, 2007 veröffentlicht im von Brian Kolodiejchuk herausgegebenen Buch „Mother Teresa: Come Be My Light“ (dt.: Komm, sei mein Licht. Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta.):

„(...) Was mich angeht, die Stille und Leere ist so groß, dass ich zuschaue aber nicht sehe, zuhöre aber nicht höre.“ (September 1979, Brief an ihren Freund, Fr. Michael van der Peet)

„So viele unbeantwortete Fragen leben in mir, ich habe Angst, sie aufzudecken wegen der Gotteslästerung. Wenn es Gott gibt, bitte vergib mir mir. Wenn ich versuche meine Gedanken zum Himmel zu erheben, ist da so eine verurteilende Leere, dass die Gedanken sich wie scharfe Messer gegen mich richten und meine Seele verletzen. Mir wird gesagt, dass Gott mich liebt, aber dennoch die Realität der Dunkelheit, der Kälte, der Leere ist so groß, dass nichts meine Seele berührt. Habe ich einen Fehler gemacht, blind dem Ruf des Herzens Jesu zu erliegen?“ (undatiert, auf Vorschlag eines Beichtvaters an Jesus gerichtet)




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