Letztes Update am So, 21.08.2016 08:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schwimmen: Linzer Trio lässt Saison beim Weltcup-Auftakt ausklingen



Rio de Janeiro/Wien (APA) - Für das Linz-Trio Lisa Zaiser, Lena Kreundl und David Brandl ist die Schwimm-Saison mit den Olympischen Spielen noch nicht zu Ende. Am Freitag und Samstag in Chartres bei Paris sowie am Dienstag und Mittwoch der Folgewoche (30./31. August) startet das Trio bei den ersten von neun Stationen der Weltcup-Saison. Nach einem einjährigen Langbahn-Intermezzo wird wieder auf der Kurzbahn geschwommen.

Brandl ist am Donnerstag aus Rio angereist, Zaiser und die zwischendurch wie Birgit Koschischek und Felix Auböck in der brasilianischen Metropole krank gewordene Kreundl heben am Montag ab. Über einen Zwischenstopp daheim geht es am Donnerstag nach Frankreich. Den Moskau-Weltcup zum Abschluss des ersten Weltcup-Drittels am 3./4. September in Moskau lassen sie aus. Es folgen bis Ende Oktober sechs asiatische Destinationen.

Nach den Spielen für heuer verbleibender Höhepunkt sind die Kurzbahn-Weltmeisterschaften vom 6. bis 11. Dezember in Windsor/Kanada, die Weltcups dienen als Qualifikationsmöglichkeit. Noch sind die Limits nicht bekannt, OSV-Generalsekretär Thomas Unger kündigte sie für die Tage vor dem Weltcup-Auftakt an. Er bestätigte der APA - Austria Presse Agentur zudem die ursprüngliche Botschaft, dass Olympia-Teilnehmer für die WM fix seien.

Davor waren aber offensichtlich die betroffenen Athleten und Trainer informiert worden, dass dem doch nicht so sei, da die Leistungen bei Olympia nicht entsprochen hätten. So auch Lasse Frank, Trainer von Felix Auböck. „Felix würde schwimmen, aber das wird nicht gehen. Ich wüsste nicht, wo und wann er sich qualifizieren soll“, sagte der Deutsche, ehe er von der APA über das Fixticket informiert wurde.

Für Auböck beginnt nächste Woche an der University of Michigan ein neuer Lebensabschnitt, da kann er nicht gleich zu WM-Qualifikationsevents reisen. Windsor liegt aber nur einige Autostunden von seiner Uni entfernt, womit eine WM-Teilnahme des Wieners möglich ist. Der 19-Jährige hat sich übrigens in seiner wettkampffreien Rio-Woche von seiner Nebenhöhlenerkrankung auch dank der Meeresluft erholt.

Das Trio aus der Linzer Truppe von Trainer Marco Wolf nimmt sich trotz fixer WM-Teilnahme für Chartres und Berlin die Quali-Normen als Ziel, sobald diese bekannt sind. „Ich möchte die Limits einfach für mich bestätigen, darauf liegt mein Fokus“, sagte Kreundl. In der guten Woche nach Ende der Olympia-Schwimmbewerbe wurde in Rio noch auf Langbahn trainiert. Nach dem Berlin-Trip gibt es zwei Wochen Schwimmpause, ehe es in die neue Saison geht.

Es werden beim Weltcup insgesamt 2,178 Millionen Dollar (1,92 Mio. Euro) an Preisgeld ausgeschüttet, dazu für jeden Weltrekord 10.000 Dollar (rund 8.800 Euro). Titelverteidiger von 2016 sind die Ungarin Katinka Hosszu und der Südafrikaner Cameron van der Burgh. Die Stationen: Paris-Chartres (26./27.8.), Berlin (30./31.), Moskau (3./4.9.), Peking (30.9./1.10.), Dubai (4./5.), Doha (8./9.), Singapur (21./22.), Tokio (25./26.) und Hongkong (29./30.).




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