Letztes Update am So, 21.08.2016 15:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia: Splitter - „Austria House“ in New York Times



Rio de Janeiro (APA/Reuters/dpa) - Splitter von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro:

In einen Bericht der „New York Times“ über diverse Partys in Rio schaffte es das „Austria House“ des ÖOC. „Im Austria House haben die Organisatoren besonderen Stolz darüber ausgedrückt, - nachdem es ziemlich deprimierende Spiele für das eigene Land waren -, dass es gelungen ist, Medaillengewinner aus Deutschland ins Hause zu locken. (Wenn du deine Nachbarn in der Medaillenbilanz nicht schlagen kannst, kannst du sie zumindest in Sachen Party überbieten)“, hieß es da etwas sarkastisch. Die Party im Außenbereich habe aber eine große Menschenmenge angelockt, die weniger zu brasilianischem Samba als etwa zu „Livin‘ on a Prayer“ von Bon Jovi jammte.

* * *

Alter schützt vor Erfolg nicht. Die Spanierin Ruth Beitia holte sich am Samstag im stolzen Sportleralter von 37 Jahren Gold im Hochsprung. „Ich habe nach den Spielen von London nicht geglaubt, dass ich noch einmal bei Olympia antreten würde. Jetzt ist aus meinem Traum Realität geworden“, sagte Beitia. Die dreimalige Europameisterin krönte sich mit nur 1,97 m zur Siegerin. Es war die niedrigste Siegerhöhe seit den Moskau-Spielen 1980. Kurios: Im Siebenkampf der Frauen hatten in Rio sogar zwei Athletinnen die 1,98-m-Marke übersprungen.

* * *

Usain Bolt fliegen die Frauenherzen nur so zu. In den Katakomben des Olympiastadions von Rio de Janeiro herrscht permanenter Ausnahmezustand, wenn der seit Sonntag 30-jährige Leichtathletik-Entertainer und Supersprinter auftritt. Manche Leute reagieren ein bisschen über, wenn sie den Goldmedaillensammler zu Gesicht bekommen. Eine Frau konnte nicht mehr an sich halten und rief dem elffachen Weltmeister völlig hin und weg zu: „Ich liebe dich! Ich liebe dich wirklich!“ Bolt lächelte immerhin.

* * *

Zwei Sponsoren belohnen die vier olympischen Goldmedaillen der deutschen Rennkanuten mit Übernachtungen auf einem Hotelboot während der Weltmeisterschaften 2017 im tschechischen Racice. „Im Vorfeld haben das zwei Sponsoren versprochen für den Fall, dass wir vier Goldmedaillen gewinnen, denn die Unterkünfte in Racice sind sehr schlecht“, berichtete Verbandspräsident Verbandschef Thomas Konietzko. „Die haben das im guten Glauben gemacht, dass wir niemals vier Goldmedaillen holen - aber jetzt werden sie dafür einstehen.“

* * *

Kurz vor Schluss der Spiele feiern die Griechen das gute Abschneiden ihres Olympia-Teams. „Die Auszeichnungen für die griechischen Athleten in Rio befördern das ‚kleine Griechenland‘ auf Platz 23 des Medaillenspiegels“, hieß es am Samstag stolz in einer Mitteilung von Ministerpräsident Alexis Tsipras. In der Nacht zuvor hatte die Stabhochspringerin Ekaterini Stefanidi mit 4,85 Metern die dritte Goldmedaille für Griechenland geholt. Gold für griechische Athleten gab es außerdem im Schießen und im Turnen.




Kommentieren