Letztes Update am So, 21.08.2016 21:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Prozess um zerstörte Mausoleen in Mali beginnt vor Strafgerichtshof



Den Haag/Timbuktu (APA/dpa/AFP) - Zum ersten Mal steht ein mutmaßlicher Jihadist wegen der Zerstörung von UNESCO-Weltkulturerbe vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Ein Rebellenführer des Al-Kaida-Verbündeten Ansar Dine muss sich ab Montag (9.30 Uhr) wegen der Zerstörung von Heiligengräbern und eines Teils der Sidi-Yahia-Moschee in der Oasenstadt Timbuktu im westafrikanischen Mali verantworten.

Die Anklage des Internationalen Strafgerichtshofes wirft ihm Kriegsverbrechen vor. Al Faqi al Mahdi soll die Zerstörung geplant, vorbereitet und ausgeführt haben. Der auch als Abu Tourab bekannte Angeklagte will sich nach Angaben der Anklage schuldig bekennen.

Die Zerstörung der mittelalterlichen Bauwerke 2012 hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. Die Wüstenstadt Timbuktu war jahrhundertelang ein wichtiges Kulturzentrum des Islams. Ansar Dine hatte 2012 zehn Monate lang die Kontrolle über den Norden Malis. Nach deren äußerst strenger Auslegung des Koran ist die Anbetung Heiliger wie an den Mausoleen von Timbuktu verboten.

~ WEB http://www.icc-cpi.int/

http://www.unesco.org/new/en/ ~ APA371 2016-08-21/21:30




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