Letztes Update am Mo, 22.08.2016 08:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia: Junge Debütanten als Hoffnungsträger für Tokio 2020



Rio de Janeiro/Wien (APA) - Die Leistungen einiger junger Debütanten geben Anlass zur Hoffnung, dass die österreichische Olympia-Medaillenbilanz in vier Jahren in Tokio endlich wieder erfreulicher aussehen könnte. Olivia Hofmann und Bernadette Graf (jeweils 5.) sowie Lukas Weißhaidinger (6.) und Kathrin Unterwurzacher (7.), allesamt 24 Jahre alt, fehlte in Rio nicht viel auf Edelmetall.

Auch einige andere der 45 Olympianeulinge im 71-köpfigen Österreich-Team schlugen sich im Vergleich mit deutlich Erfahreneren beachtlich. Diese Lichtblicke sorgten bei den Spitzenfunktionären bei all dem Bedauern über das Ausbleiben von mehr Medaillen als Segelbronze für gute Laune. „Es freut uns, dass einige Debütanten eine ganz großartige Leistung gezeigt und ihr Können ausgepackt haben“, verkündete ÖOC-Präsident Karl Stoss. Auch der scheidende Rio-Projektkoordinator Peter Schröcksnadel verwies auf starke Auftritte von „Jungen, diese Plätze sind viel wert“.

Vielversprechende mit Langfrist-Perspektiven und diesmal noch nicht qualifizierte Zukunftsaktien wie U20-Mehrkampfweltmeisterin Sarah Lagger sollen künftig besonders und noch gezielter gefördert werden, betonten die Verantwortlichen in Brasilien unisono. „Ich bin glücklich, dass so gute junge Athleten nachkommen, die wir weiter forcieren werden“, bekräftigte Stoss. Dadurch soll der für Edelmetall nötige nächste Schritt gelingen, wie Schröcksnadel ergänzte: „Sie haben jetzt vier Jahre Zeit, das aufzuholen.“

Ob und in welcher Form es überhaupt ein Nachfolgeprogramm für das großzügig dotierte Rio-Förderprojekt geben wird, ist aber noch offen. Stoss und das Sportministerium wollen noch im Herbst darüber verhandeln. Auf einen Um- und Ausbau der Förderung hoffen freilich auch die Fachverbände, die sich wie das ÖOC außerdem eine Entflechtung und Bündelung der Förderstrukturen wünschen.




Kommentieren