Letztes Update am Mo, 22.08.2016 11:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Asien und Australien haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Kursgewinne verzeichneten die Aktienmärkte in Tokio und Hongkong: Der japanische Leitindex Nikkei-225 stieg um 0,32 Prozent auf 16.598,19 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann 0,26 Prozent auf 22.997,91 Einheiten.

Schwächer notierten hingegen die Börsen in Shanghai, Sydney und Mumbai. Der Shanghai Composite verlor 0,75 Prozent auf 3.084,81 Zähler. Der australische All Ordinaries Index fiel um 0,23 Prozent auf 5.612,30 Einheiten. Der indische Sensex 30 notierte zuletzt mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 28.019,99 Zählern.

Im Mittelpunkt standen zu Wochenbeginn vor allem die Ölpreise und die US-Geldpolitik. Erstere notierten im asiatischen Handel deutlich schwächer, was für Unsicherheit am Markt sorgte. Was die Geldpolitik angeht, rätseln die Anleger noch immer, wann die US-Notenbank Fed das nächste Mal die Zinsen erhöhen wird. Die jüngsten Aussagen des stellvertretenden Chefs der amerikanischen Zentralbank wurden am Markt nun wieder als Indiz für einen baldigen Zinsschritt interpretiert.

Stanley Fischer hatte bei einer Konferenz am Sonntag gesagt, dass Vollbeschäftigung in den USA kurz bevorstehe. Der Arbeitsmarkt verbessere sich weiterhin und die Inflation bewege sich in der Nähe der anvisierten Marke von zwei Prozent. Da die Auswirkungen einer strafferen Geldpolitik vor allem auf Schwellenländer unklar sind, agierten viele Anleger in Asien nach Fischers Aussagen eher zurückhaltend.

In Tokio wurde die Aussicht auf höhere Zinsen in den USA allerdings positiv aufgenommen, da solche auch eine Aufwertung des Dollars bedeuten. In den vergangenen Wochen hatte der Yen gegenüber dem Dollar deutlich zugelegt. Dies hat vor allem exportorientierten japanischen Unternehmen Kopfzerbrechen bereitet, weil es ihre Produkte außerhalb Japans verteuert. Vor dem Hintergrund der Aussagen Fischers hat sich der Yen am Montag aber etwas abgeschwächt.

In Indien wurde unterdessen der Nachfolger des scheidenden Notenbankchefs Raghuram Rajan bestimmt. Ab dem 4. September wird der bisherige Stellvertreter, Urjit Patel, für zunächst drei Jahre die Notenbank führen, hat das indische Finanzministerium mitgeteilt. Patel gilt wie sein Vorgänger als Verfechter einer Antiinflationspolitik.

Bei den Einzelwerten stürzten in Tokio die Aktien von Nippon Suisan Kaisha um fast 13 Prozent ab und war damit mit klarem Abstand schwächster Wert im Nikkei-225. Der auf Fischereierzeugnisse spezialisierte Konzern will neue Aktien ausgeben und damit 16,8 Mrd. Yen einnehmen.

In Sydney brachen die Papiere von Santos um 6,80 Prozent ein. Australiens drittgrößter Öl- und Gasprozent hat für das erste Halbjahr einen Nettoverlust von 1,1 Mrd. Dollar berichtet.

In Hongkong hingegen sprangen die Titel der Shenzhou International Group um 9,15 Prozent nach oben. Der Textilkonzern hat mitgeteilt, im ersten Halbjahr einen Gewinnanstieg von 29 Prozent erreicht zu haben.




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