Letztes Update am Mo, 22.08.2016 11:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Unternehmen legen Anleihen für EZB auf - „WSJ“



Frankfurt/Madrid/Bilbao (APA/dpa-AFX) - Die Wirtschaft scheint zunehmend auf den Zug der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aufzuspringen. So berichtet das „Wall Street Journal“ (Montagausgabe), die EZB habe in zwei Fällen Anleihen von Unternehmen im Rahmen von Privatplatzierungen erworben.

Hierbei werden Schuldverschreibungen nicht in einem öffentlich zugänglichen Bieterverfahren begeben, sondern unter der Obhut einer oder mehrerer Konsortialbanken einem geschlossenen Investorenkreis angeboten. Die formalen Anforderungen sind geringer als bei offenen Platzierungen.

Die EZB kauft seit einigen Monaten neben Staats- auch Unternehmensanleihen. Im Gegenzug fallen das Zinsniveau und die Finanzierungskosten der Firmen, was Investitionen und letztlich die Gesamtwirtschaft ankurbeln soll. Die Notenbank kauft sowohl Anleihen, die bereits im Umlauf sind, als auch solche Papiere, die neu platziert werden. Bisher hat sie Firmenanleihen im Wert von 16,2 Mrd. Euro erworben.

Laut der Zeitung sind die beiden von der EZB erworbenen Privatplatzierungen von der US-Bank Morgan Stanley betreut worden. Die Papiere seien von der Notenbank Spaniens erworben worden, die zu den nationalen Zentralbanken zählt, die die Anleihekäufe für die EZB durchführen. Demnach geht es um Anleihen der spanischen Ölfirma Repsol SA im Wert von 500 Mio. Euro und des Stromerzeugers Iberdrola SA in Höhe von 200 Mio. Euro.

~ ISIN ES0173516115 ES0144580Y14 WEB http://www.ecb.int

http://www.repsol.com

http://www.iberdrola.es ~ APA168 2016-08-22/11:22




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