Letztes Update am Mo, 22.08.2016 12:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bruder angeschossen- Burgenländer muss wegen Mordversuchs vor Gericht



Eisenstadt/Jennersdorf (APA) - Im Südburgenland war im März zwischen zwei Brüdern im Alter von 54 und 61 Jahren ein Streit eskaliert. Dabei soll der Jüngere mit einer Pistole geschossen und den Älteren in den Bauch getroffen haben. Der mutmaßliche Schütze muss sich am 21. September im Landesgericht Eisenstadt wegen versuchten Mordes verantworten, bestätigte das Landesgericht am Montag einen Bericht der „Kronen Zeitung“.

Ihm werden auch Unterlassung der Hilfeleistung und illegaler Waffenbesitz zur Last gelegt. Auslöser für den Zwischenfall im März war ein Erbschaftsstreit. Die beiden Männer hatten sich im leer stehenden Anwesen der Familie getroffen. Während der Auseinandersetzung flüchtete der 54-Jährige in die Küche. Der Schuss, der den Mann schwer verletzte, ging durch die Küchentür.

Der jüngere Bruder soll im Zuge der Auseinandersetzung den Älteren mit Pfefferspray besprüht haben. Auch gegen ihn war deshalb ermittelt worden. Dieses Verfahren habe jedoch ergeben, dass in seinem Fall Notwehr vorlag und sei eingestellt worden, bestätigte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt auf APA-Anfrage.

Der Prozess findet vor einem Geschworenensenat statt. Bei versuchtem Mord beträgt der Strafrahmen im Fall eines Schuldspruches zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft.




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