Letztes Update am Mo, 22.08.2016 12:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag ohne klare Richtung



Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben am Montag bis Mittag keine klare Richtung gefunden. Nach einer etwas schwächeren Eröffnung drehten sie rasch ins Plus und bauten ihre Gewinne zunächst aus. Bereits im Mittagshandel kamen sie jedoch von ihren Tageshochs wieder zurück.

Gegen 12.00 stand der Euro-Stoxx-50 mit einem Plus von 10,85 Einheiten oder 0,37 Prozent auf 2.979,05 Punkten. Der DAX in Frankfurt gewann 33,17 Einheiten oder 0,31 Prozent auf 10.577,53 Punkte. Der britische FTSE-100 der Börse London drehte gegen Mittag sogar wieder ins Minus und fiel zuletzt um 23,88 Zähler oder 0,35 Prozent und steht nun bei 6.835,07 Stellen.

Die Märkte in Übersee haben keine klare Richtung vorgegeben: An der Wall Street hatte es am Freitag moderate Kursverluste gegeben, in Tokio haben die Indizes hingegen leicht im Plus geschlossen. Auch was Konjunkturdaten angeht, blieben Impulse aus. In Europa gab es keine marktrelevanten Veröffentlichungen, aus den USA werden am Nachmittag ebenfalls keine Daten mehr erwartet.

Bei den Einzelwerten sprangen an der Zürcher Börse Syngenta-Aktien um über elf Prozent nach oben. Der chinesische Chemiekonzern ChemChina ist bei der Übernahme des schweizerischen Düngemittelherstellers einen Schritt weiter. Von den US-Behörden bekamen die Chinesen das Einverständnis für die 43 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme. Zahlreiche Behörden in anderen Ländern müssen dem Geschäft allerdings ebenfalls noch zustimmen.

Im Euro-Stoxx-50 notierten Carrefour-Aktien mit einem Plus von 2,35 Prozent im Spitzenfeld. Das Analysehaus Bernstein hat die Titel des Einzelhändlers auf „Outperform“ hochgestuft und das Kursziel von 24,50 auf 25,50 Euro angehoben. Inzwischen sei das denkbar schlechteste Szenario eingepreist, hieß es zur Begründung. Der Kursrutsch sei übertrieben gewesen. Im Mittagshandel stand die Aktie bei 22,45 Prozent.

Etwas höher notierten außerdem Volkswagen-Papiere, die im Verlauf 1,08 Prozent im Plus lagen. Unter dem Druck eines fast einwöchigen Produktionsstopps bei seinem wichtigsten Modell Golf nimmt das Unternehmen heute neue Verhandlungen mit zwei Zulieferern auf. Die Unternehmen der Prevent-Gruppe weigern sich, bestellte Teile für Getriebe und Sitze herauszugeben.

Unterdessen ist bekannt geworden, dass auch Daimler Probleme mit dem selben Zulieferer hat. Beim Landgericht Braunschweig ist eine Millionenklage von Prevent gegen Daimler anhängig, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Die Zulieferergruppe fordere vor Gericht einen finanziellen Ausgleich für Aufträge, die Daimler im Jahr 2013 gekündigt hatte, heißt es in dem Bericht. Daimler-Aktien tendierten zu Mittag um 0,81 Prozent höher.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA208 2016-08-22/12:13




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